Nachhaltige Investments - Verantwortungsvoll mit Produkten auf die Arabesque-Indizes in die Zukunft investieren

Vielen Anlegern geht es wie dem Berliner Wilhelm Kreuzberger. Kreuzberger investierte bisher in eine Reihe großer Investmentfonds, wusste aber eigentlich nie so ganz genau, wohin sein Geld tatsächlich floss. Nach der Lektüre eines Buches über gesunde Ernährung stellten sich bei ihm Zweifel an seiner bisherigen Lebensführung ein. Den Hauptgrund für eine Änderung, erkannte er aber in seinen Enkeln: Er mochte ihnen nicht irgendwann gegenüberstehen und erklären müssen, warum er sich nie Gedanken über Nachhaltigkeit gemacht und sein Leben danach ausgerichtet hatte. Gedacht, getan. Kreuzberger tauschte seine Limousine gegen ein Elektrofahrzeug, baute sich eine Solaranlage auf das Hausdach, ersetzte sämtliche Beleuchtungsmittel durch LEDs, aß gesünder und investierte fortan vor allem deutlich bewusster.

SINNVOLLE KOOPERATION

Um Anlegern wie Kreuzberger eine Alternative zu den sonstigen, in der Regel nicht auf Nachhaltigkeit geprüften Produkten zu bieten, kooperiert die Deutsche Bank seit diesem Sommer mit Arabesque Partners, einem ­unabhängigen Spezialisten für ESG-Investments. Investments auf der Basis von ESG-Richtlinien berücksichtigen Environmental, Social, and Governance Data, auf Deutsch: Kriterien in Bezug auf Umweltverträglichkeit, sozialen Umgang mit Mitarbeitern und Kunden sowie gute Unternehmensführung, etwa durch Fairness und Transparenz. Bei der Bildung der Indizes, die anschließend von Deutsche-Bank-Produkten abgebildet werden, kombiniert Arabesque für die Aktienauswahl einen quantitativen Ansatz mit Nachhaltigkeitskriterien.

UNABHÄNGIGER INDEXPARTNER

Arabesque Partners ist der weltweit erste Vermögensverwalter, der sich ausschließlich auf quantitatives, nachhaltiges Investieren spezialisiert hat. „Der Name ­‚Arabesque‘ stammt aus der islamischen Kunstgeschichte und beschreibt im Kern geometrische Kunst, die wohl auf mathematischen Gleichungen aufbaut“, klärt Georg Kell, Vice Chairman von Arabesque Partners, auf (siehe auch Interview Seite 15). Kell selbst ist so etwas wie der „Mister Nachhaltigkeit“. 25 Jahre war er bei den Vereinten Nationen tätig und baute dort den Bereich Nachhaltigkeit unter dem Namen „Global Compact“ auf. Nicht grundlos zählt das Ethisphere Institute Kell zu den 100 weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten der Wirtschaftsethik.

Die Investment-Algorithmen von Arabesque verarbeiten mehr als 100 Milliarden Datenpunkte, um daraus ein Anlageuniversum von globalen Aktien zu erstellen, das hohe Renditeerwartungen mit Nachhaltigkeitskriterien kombiniert. Dazu werden ESG-Daten mit quantitativen Investmentstrategien verknüpft. Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt und London will nachhaltiges Investieren künftig für alle Anleger attraktiv und zugänglich machen.

Die Deutsche Bank setzt auf die Partnerschaft mit Arabesque, da dieses Unternehmen der einzige spezialisierte Vermögensverwalter ist, der die gestellten Anforderungen erfüllt: ein solides ESG-Regelwerk, eine quantitative Ausrichtung sowie ein flexibles und modulares Angebot. „Wir haben in den letzten Jahren einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach ESG-Produkten beobachtet. Die Zusammenarbeit mit Arabesque ist für uns ein wichtiger Schritt, um unsere ESG-Plattform weiterzuentwickeln“, sagt Sean Flanagan, Head of Equities & Hybrids Structuring Europe bei der Deutschen Bank. „Mit dieser Partnerschaft wollen wir den Anlegern die Möglichkeit geben, nachhaltige Investitionen zu tätigen, ohne dafür Abstriche bei der Rendite machen zu müssen. Es ist eine weitverbreitete Annahme, dass Nachhaltigkeit einen Preis in Form einer niedrigeren Rendite hat. Aber Arabesques Kombination von Auswahlkriterien für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung einerseits sowie Fokus auf Wertentwicklung andererseits widerlegten diese Annahme.“

AUSSCHLUSS VIELER UNTERNEHMEN

Im Detail entwickelt und betreut die deutsch-englische Gesellschaft die Arabesque-Prime- und Arabesque-Systematic-Indizes. Die neuen Anlageprodukte der Deutschen Bank bilden im Anschluss die Renditeentwicklung der beiden Indizes ab, welche übrigens beide ihren Vergleichsindex – den MSCI World – schlagen konnten.

Die Entstehung der Indizes erfolgt in mehreren Schritten. Am Anfang steht ein breites Anlageuniversum von rund 77 000 Aktien aus 23 entwickelten Ländern zur Verfügung. Aus diesem Universum werden anschließend anhand von Liquiditäts- und ESG-Kriterien knapp 1000 Aktien herausgefiltert. Dieser Schritt stellt sicher, dass Unternehmen, die mit Glücksspiel, Alkohol, Tabakwaren oder Waffen ihr Geld verdienen, ausgeschlossen werden. In den Arabesque-Indizes ebenfalls nicht enthalten: Unternehmen, die durch Korruption und Bestechung, Kinderarbeit, Verletzung der Menschenrechte oder umweltschädliches Verhalten Rechtsbruch begangen haben. Volkswagen etwa wurde aufgrund schwacher ESG-Beurteilungen bereits vor Bekanntwerden des Abgasskandals aus dem Index gestrichen.

Laut Kell kann aber aus jeder Krise eine Chance entstehen. Bei Siemens beispielsweise habe sich seit der Korruptionsaffäre im Jahr 2006 sehr viel zum Besseren verändert. Somit besteht auch für Volkswagen bei nachvollziehbaren Änderungen in der Unternehmenstransparenz und -kontrolle jederzeit die Möglichkeit, wieder in das Auswahluniversum von Arabesque zurückzugelangen.

Nach der Auswahl einer kleinen Gruppe von rund 1000 ESG-Unternehmen wenden die Experten von Arabesque eine Reihe quantitativer Filter an, um diejenigen Unternehmen zu ermitteln, die auch nach wirtschaftlichen Kriterien wie finanzieller Stabilität, Ertragsentwicklung und Marktsicht gut abschneiden. Am Ende sind im diversifizierten Arabesque-Prime-Global-Index derzeit etwas über 300 und im Arabesque-Systematic-Index 100 globale nachhaltige Unternehmen enthalten. Weitere Details zu den beiden Indizes und den auf ihnen basierenden Zertifikaten finden interessierte Anleger auf der Internetseite von Deutsche Bank X-markets – www.xmarkets.de. Die aktuelle Zusammensetzung der Indizes wird auf http://www.solactive.de veröffentlicht.

WUNSCH NACH WANDEL

Weltweit geht der Trend immer mehr dahin, nicht ausschließlich finanzielle Informationen in den Anlageprozess einzubeziehen. Omar Selim, Chief Executive Officer bei Arabesque Partners, bestätigt: „Die Menschen achten heute mehr denn je darauf, wie genau ihre Renditen erwirtschaftet werden.“ Die Entwicklung hin zu mehr Transparenz im Bereich Nachhaltigkeit nimmt Fahrt auf: Im Jahr 2014 veröffentlichten bereits 5336 Unternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht. 2004 waren es lediglich 294 Firmen. Auch bei der Betrachtung von Nachhaltigkeitsinvestments stehen alle Ampeln auf Grün: Das Wachstum dieses Anlagemarktes in Deutschland bleibt 2016 dynamisch. Das Gesamtvolumen aller Mandate und Eigenanlagen ergibt insgesamt eine Summe von 136,6 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Wachstum von sieben Prozent. Im gesamten Jahr 2015 wurden 85 Prozent der nachhaltigen Investments von institutionellen Investoren getätigt. Diese sind zum größten Teil öffentliche Pensionsfonds, kirchliche Institutionen und Stiftungen.

Aber auch immer mehr Privatanleger wünschen sich entsprechende Geldanlagen. Vor allem fordern sie mehr Transparenz. Sie wollen wissen, wie nachhaltig die Unternehmen tatsächlich aufgestellt sind, in die sie investieren.

Dass das Thema immer wichtiger wird, zeigt auch eine Umfrage von Musiol Oldigs Meyer Markendienst unter 1000 Befragten (siehe Grafik links). 46 Prozent stimmten bei der Frage „Ist Nachhaltigkeit egal?“ nicht beziehungsweise überhaupt nicht zu. Auf 60 Prozent steigt das Ergebnis, wenn auch die Personen, die sich für „Stimme eher nicht zu“ entschieden haben, noch hinzugenommen werden. Produkte wie die neuen Zertifikate auf die beiden Arabesque-Indizes bieten Privatanlegern eine gute Möglichkeit, mit gutem Gewissen nachhaltig zu investieren.

Kreuzberger jedenfalls kennt damit zwar noch immer nicht alle Unternehmen, in die sein Geld fließt. Seine Kenntnis über die Kriterien der Ausschlussliste reichen aber aus, um ihm ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. „Denn wenn jeder es unterlässt, in die Uneinsichtigen zu investieren“, denkt er sich, „ist die Welt ein kleines bisschen besser.“ Und auch bei seinen Enkeln hat er bereits jetzt gepunktet, denn die lieben seinen neuen, schnittigen Elektro-Sportwagen in Dunkelrot.

Zertifikate auf Arabesque-Indizes

Produkt X-pert-Zertifikat
WKN DL8ARP
Basiswert Arabesque Prime Global Net Total Return
Index-Berechnung Solactive
Bezugsverhältnis 1,00
Emissionstag 29. August 2016
Laufzeit Endlos
Kurs -

Stand: 18.08.2016, Kurs bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt,Quelle: Deutsche Bank AG

Die angezeigten Kurse und Bewertungen zum Basiswert sind Deutsche Bank Indikationen (unverbindlich) und dienen lediglich zu Informationszwecken. Die Deutsche Bank AG ist rechtlich nicht verpflichtet, Kurse und/oder Bewertungen zum Basiswert anzuzeigen. Die Kurse und/oder Bewertungen zum Basiswert entsprechen regelmäßig nicht den an oder von der in den Endgültigen Bedingungen der Wertpapiere angegebenen Referenzstelle veröffentlichten Kursen oder Bewertungen. Die Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

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Produkt X-pert-Zertifikat
WKN DL8ARS
Basiswert Arabesque Systematic-Index
Index-Berechnung Solactive
Bezugsverhältnis 1,00
Emissionstag 29. August 2016
Laufzeit Endlos
Kurs -

Stand: 18.08.2016, Kurs bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt,Quelle: Deutsche Bank AG

Die angezeigten Kurse und Bewertungen zum Basiswert sind Deutsche Bank Indikationen (unverbindlich) und dienen lediglich zu Informationszwecken. Die Deutsche Bank AG ist rechtlich nicht verpflichtet, Kurse und/oder Bewertungen zum Basiswert anzuzeigen. Die Kurse und/oder Bewertungen zum Basiswert entsprechen regelmäßig nicht den an oder von der in den Endgültigen Bedingungen der Wertpapiere angegebenen Referenzstelle veröffentlichten Kursen oder Bewertungen. Die Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

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