Zertifikat statt Aktie | 28.10.2016

Die Geschäftsentwicklung der BASF lässt aufhorchen

Die Aktie der Ludwigshafener klettert auf ein neues Jahreshoch. Der weltgrößte Chemiekonzern hat zuletzt positiv überrascht und die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Express-Zertifikate bieten konservativen Anlegern eine gute Alternative zu einem Aktienkauf.

Zertifikat statt Aktie - BASF

Zuletzt hatten vorläufige Quartalszahlen für einen Kurshüpfer gesorgt. Zwar verbuchte das Unternehmen einen kräftigen Umsatz- und Gewinneinbruch, aber das lag vor allem am Verkauf der Gashandelsaktivitäten.

Operativ lief es deutlich besser als erwartet. BASF bestätigte daher die Prognose für das Gesamtjahr.

Der weltgrößte Chemiekonzern profitiert zunehmend von steigenden Ölpreisen, und zwar nicht nur in der Öl- und Gassparte, sondern auch im Chemikaliengeschäft. Denn BASF gibt steigende Preise an die Kunden weiter und kann so die Margen verbessern. Ein weiterer Anstieg des Ölpreises würde daher die Aktie beflügeln. Der Rohstoff könnte auch tatsächlich weiter nach oben tendieren, wenn sich die OPEC beim Treffen am 30. November in Wien wie erwartet auf eine Kürzung der Förderung einigen kann.

Steigende Ölpreise kämen für die Ludwigshafener gerade rechtzeitig, muss sich der Konzern doch zunehmendem Wettbewerbsdruck stellen. Berichten zufolge will die chinesische Regierung die Chemiekonzerne Sinochem und ChemChina fusionieren, womit ein neuer Weltmarktführer noch vor BASF entstünde. Für Rückenwind zugunsten der Aktie sorgt hingegen, dass Länder wie die USA, Frankreich oder Italien schon bald Konjunkturprogramme auflegen könnten. Nutznießer wären zyklische Titel wie BASF, die von einem Wirtschaftsaufschwung profitieren.

Mit einem 2017er-Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 16 ist die BASF-Aktie allerdings nicht gerade günstig. Wegen der sich bessernden Geschäftsperspektiven erhöhen die Analysten aber allmählich ihre Gewinnschätzungen. Für die nächsten Kurs­impulse werden spätestens die Quartalszahlen am 27. Oktober sorgen.

 

BASF Express-Zertifikat

 

EXPRESS-ZERTIFIKATE - SCHRITT FÜR SCHRITT ZUR RENDITE

Wer einen langfristigen Zeithorizont wählen möchte, findet zahlreiche Alternativen zu einem Aktieninvestment. Anleger, die sich etwas defensiver engagieren wollen, werden zum Beispiel bei Express-Zertifikaten fündig. Diese Papiere bieten an jährlichen Stichtagen die Chance auf eine attraktive Rendite, sollte die Aktie sich stabil entwickeln oder nur leicht sinken. Wird an einem dieser Stichtage eine vorher definierte Einlösungsschwelle erreicht oder überschritten, endet die Laufzeit und die Anleger erhalten einen bestimmten Einlösungsbetrag. Dieser steigt über die Laufzeit hinweg an, falls es an einem der Stichtage nicht zu einer Tilgung gekommen sein sollte. Bei dem BASF-Express-Zertifikat mit der WKN DB9TZQ verringert sich die Schwelle mit jedem Stichtag.

 

BASF Chart

 

Sollte es während der Laufzeit nicht zu einer vorzeitigen Einlösung gekommen sein, gibt es am finalen Bewertungstag mehrere Auszahlungsmöglichkeiten. Die Einlösungsschwelle hat sich zu diesem Termin bis auf 55,176 Euro reduziert, und sollte BASF dann auf oder über diesem Kurs notieren, wird der auf 131,50 Euro angestiegene Tilgungsbetrag ausgezahlt. Notiert die Aktie dagegen unter 55,176 Euro, wird eine vorab definierte Barriere bei 41,382 Euro relevant. Sollte nämlich der Aktienkurs auf oder unterhalb der Barriere notieren, wird der Aktienkursrückgang eins zu eins nachvollzogen und Anleger erleiden Verluste. Notiert das BASF-Papier dagegen oberhalb der Barriere, aber unterhalb der Tilgungsschwelle von 55,176 Euro, werden noch 100 Euro zurückgezahlt.

 

Aktie und Express-Zertifikat im Vergleich


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