Titelthema: Exportboom durch Euroschwäche | 23.01.2017

Gas oder Bremse?

Die Erhöhung der US-Leitzinsen stärkte den Dollar und schwächte automatisch den Euro. Im Resultat dürfte dies dem europäischen, aber vor allem dem deutschen Export zugutekommen. Privatanleger sollten daher nach exportorientierten Werten und Investmentprodukten Ausschau halten. Dem GLOBAX-Indexzertifikat von X-markets beispielsweise.

Während die amerikanische Notenbank zuletzt einen restriktiven Weg eingeschlagen hat, weitet die Europäische Zentralbank ihr Anleihenkaufprogramm weiterhin aus. Auf der einen Seite bewirkt die Erhöhung der Leitzinsen eine größere Nachfrage nach amerikanischen Staatsanleihen. Da diese in Dollar bezahlt werden müssen, entsteht gleichzeitig eine steigende Nachfrage nach diesen. Daraus resultiert eine Aufwertung des Dollars. Schon dadurch kommt es auf unserer Seite des Ozeans zu einer Währungsabwertung. Diese wird durch die Politik des leichten Geldes der EZB zusätzlich verstärkt.

GÜNSTIGE DEUTSCHE PRODUKTE

Für die deutsche Exportwirtschaft dürfte die aktuelle Wechselkursentwicklung ein Segen sein. Denn durch den schwächer werdenden Euro werden deutsche Produkte auf dem Weltmarkt außerhalb Europas immer billiger. Die Ausfuhren zogen jedenfalls bereits zum Ende des vergangenen Jahres an. Unternehmen, welche die Preise halten, könnten durch die Wahl Donald Trumps sogar doppelt profitieren. Der neue Präsident möchte durch Steuersenkungen und staatliche Konjunkturprogramme die amerikanische Wirtschaft anheizen. Das dürfte auch deutschen Unternehmen zugutekommen. Daneben könnte der gestiegene Dollar ausländischen Unternehmen – vorausgesetzt sie können die Preise unverändert lassen – höhere Einnahmen in Euro bescheren.
Nach dem bisherigen Rekordjahr 2014 konnte der deutsche Export 2015 abermals um 6,4 Prozent gesteigert werden: Waren im Wert von fast 1,19 Billionen Euro wurden 2015 exportiert. Dabei belegt „des Deutschen liebstes Kind“ – die Autobranche – laut dem Statistischen Bundesamt klar den ersten Platz; gefolgt von Exporten aus den Bereichen Maschinenbau und chemische Erzeugnisse. Und auch für die 2016er-Zahlen sieht es wieder sehr gut aus: Nach vorläufigen Daten lag der Leistungsbilanzüberschuss – also die Differenz von Aus- und Einfuhren – bei 8,6 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Die Warenausfuhren im November 2016 jedenfalls konnten, so das Statistische Bundesamt, auf Monatssicht besser als je zuvor abschneiden. Nach elf Monaten stiegen die Ausfuhren somit um 0,8 Prozent und stehen nun bei rund 1,10 Mrd. Euro. Der Spitzenwert von 1193,6 Mrd. Euro aus dem Jahr 2015 sollte somit, falls die Erwartungen für die Dezemberausfuhren eintreffen, deutlich übertroffen werden.

 

DEUTSCHE EXPORTE VON 2006 BIS 2016 IN MILLIARDEN EURO

 

IN DEN EXPORT INVESTIEREN

Anleger sollten vor dem Hintergrund der guten Exportdaten und aufgrund des anhaltend schwachen Euros, welcher unterstützend der deutschen Außenhandelswirtschaft hilft, vor allem einen Blick auf exportstarke Werte legen. Ein interessantes Produkt könnte, da es fokussiert auf global aufgestellte deutsche Unternehmen setzt, beispielsweise das GLOBAX-Zertifikat sein (siehe Kasten nebenan).
Dieses Anlageprodukt setzt genau beim Thema Export an, denn es fasst die aktuell 29 exportstärksten Unternehmen der 100 nach Marktkapitalisierung größten deutschen Unternehmen zusammen. Im Detail erfolgt der Selektionsprozess wie folgt: Zunächst werden Unternehmen mit Firmensitz in Deutschland herausgefiltert, die einen besonders hohen Umsatzanteil außerhalb Europas erzielen. Dies ist das wichtigste Kriterium. Des Weiteren werden, wie oben aufgeführt, Mindestanforderungen an die Marktkapitalisierung und das Handelsvolumen gestellt. Insgesamt erwirtschaften 25 Index-Titel mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes außerhalb Europas. Hierbei ist wichtig zu erwähnen, dass sämtliche Unternehmen im Index das gleiche Gewicht erhalten. Somit haben alle Indexmitglieder, unabhängig von ihrer Marktkapitalisierung oder sonstigen Faktoren, den gleichen Einfluss auf die Wertentwicklung des Index.
Anleger, die auf den Megatrend Globalisierung setzen wollen und an die Stärke deutscher Unternehmen glauben, können über das Index-Zertifikat mit der WKN DX9GL0 bequem und günstig in den deutschen Exportindex GLOBAX investieren. Seit seiner Auflage konnte das Zertifikat seinen ebenfalls in derselben Zeitspanne gut performenden Vergleichsindex Dax noch um circa fünf Prozent übertreffen.

 

Zusammensetzung des Globax

 

TRUMP UND BREXIT

Die Welt liebt derzeit deutsche Autos und LKWs mehr als je zuvor und auch andere Waren aus deutschen Landen erfreuen sich wachsender Popularität, aber Anleger sollten sich auch immer der Risiken eines plötzlichen Exporteinbruchs bewusst sein. Vor allem zwei Dinge könnten dem deutschen Export gefährlich werden: Donald Trump und der Brexit. Sollte der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika seine Wahlversprechen tatsächlich einlösen, könnte es für viele Länder brenzlig werden. Importzölle von bis zu 45 Prozent wurden von ihm genannt. Dadurch würden sämtliche Exporteure dieser Welt im internationalen Wettbewerb in eine nachteilige Lage geraten.
Aber auch durch den Brexit könnte es in Deutschland zu Exporteinbußen kommen. Schließlich ist Großbritannien derzeit der drittwichtigste Abnehmer deutscher Produkte, und sollten Experten wie Clemens Fuest, Präsident des Forschungsinstituts ifo, damit Recht haben, dass Deutschland nach Großbritannien selbst der zweitgrößte Verlierer sein sollte, könnte der Brexit die deutsche Automobil-, Maschinenbau- und Pharmaindustrie schwer treffen.
Noch ist unklar, ob Trump oder Brexit tatsächlich die aktuelle Wirtschaftslage negativ beeinflussen, auch Privatanleger sollten aber auf jeden Fall beide Punkte im Auge behalten.


GERMAN GLOBAL EXPORT AKTIENINDEX

GLOBAX

Der GLOBAX ist der von der „Euro am Sonntag“-Redaktion geschaffene Aktienindex. Der Name steht für German Global Export Aktienindex. Der Index setzt sich aus den Aktien von 30 deutschen Unternehmen (aktuell übernahmebedingt 29 Werte), die einen besonders hohen Umsatzanteil außerhalb Europas erwirtschaften, zusammen.

Vor allem zwei Investmentideen stehen hinter dem Index: Exportstarke Unternehmen sollten langfristig vom überdurchschnittlichen Wachstum der Schwellenländer profitieren. Außerdem ist ein hoher Exportanteil ein Qualitätsnachweis, da sich nur starke Unternehmen gegen internationale Konkurrenz behaupten.

Die Zusammensetzung des GLOBAX wird jeweils Anfang Mai auf Basis der aktuellen Geschäftsberichte überprüft. Zum Stichtag werden dann alle 30 Aktien gleichgewichtet. Dies soll verhindern, dass einzelne Unternehmen einen zu starken Einfluss auf die Indexentwicklung haben. Dividenden der Unternehmen werden wieder investiert. Der Index ist über das Zertifikat handelbar.

GLOBAX

EXPORTE AUS DEUTSCHLAND NACH GÜTERN IM JAHR 2015  in Milliarden Euro

MIT DISCOUNT IN DEN EXPORT INVESTIEREN

Privatanleger, die nun Einbußen auf die deutsche Wirtschaft zukommen sehen, könnten statt auf das GLOBAX-Indexprodukt auch verbilligt auf ein Discount-Zertifikat auf einzelne Exportunternehmen ausweichen. Dafür, dass sie bei ihrem Investment nach oben eine Begrenzung in Kauf nehmen, können sie per Zertifikat tiefer – also günstiger als
der aktuelle Aktienstand – einsteigen. Discount-Zertifikate gibt es auf sehr viele Basiswerte. Dax-, MDax- und SDax-Unternehmen werden in der ­Regel alle abgebildet.
Wer nach an einem Unternehmen mit hoher Exportquote Ausschau hält, könnte sich in den Branchen, welche laut dem Statistik-Portal Sta­tista bereits 2015 für den Exporterfolg maßgeblich waren, umschauen. Wie in der Grafik oben abgebildet, waren dies vor allem Automobile, Maschinen und chemische Erzeugnisse. Wie es ausschaut, sollen nach vorläufigen Daten und Expertenmeinungen diese Branchen auch 2016 wieder auf dem Exportolymp stehen und könnten damit auch  2017 für ein weiteres erfolgreiches Jahr gut gerüstet sein.

VERKAUFSSCHLAGER VW

Trotz Probleme in den USA konnte der Wolfsburger Autobauer in den vergangenen zehn Jahren seine Verkäufe nach China von Jahr zu Jahr von 900 000 auf fast vier Millionen Fahrzeuge steigern. Auch wenn VW-China-Chef Joachim Heizmann nach den Rekordverkäufen 2016 im aktuellen Jahr 2017 ein etwas geringeres Wachstum erwartet, geht er weiterhin von moderaten Zuwachsraten von rund fünf Prozent aus.
Zuletzt profitierten die meisten PKW-Hersteller – und damit auch Volkswagen – von Steuererleichterungen für kleine Autos in China. Da jene nun 2017 nur noch reduziert fortgesetzt werden sollen, rechnet auch Heizmann mit einem „leichten Dämpfer“ zumindest für die ersten Wochen dieses Jahres. Neue Modelle könnten dann aber wieder Schwung bringen. Insgesamt sieht er die Marktsituation für VW, wenigstens auf seinen asiatischen Märkten, äußerst positiv.
Als Anlageprodukt könnte sich daher ein Discountprodukt mit einer mittelfristigen Laufzeit von rund einem Jahr anbieten. Wer beipielsweise in das Discount-Zertifikat mit der WKN DM0PP8 aktuell für 119,27 Euro investiert, erhält zum Lauf-zeitende 128,00 Euro, falls die VW-Aktie dann auf oder über der Kursschwelle von 128 Euro steht. Damit hätte er dann einen Gewinn von 7,32 Prozent erzielt. Da die VW-Aktie derzeit bei 147,41 Euro steht, könnte sie sogar deutlich fallen und es wäre immer noch ein positiver Ertrag für den Zertifikatehalter möglich. Erst bei einem Rückgang von über 19,30 Prozent würde es zu einem Verlust kommen. Zu dem Zeitpunkt wäre der normale Aktionär aber bereits deutlich im Minus.
Wem Volkswagen aufgrund der Probleme in den USA noch zu riskant erscheint, dem bietet x-markets auch zahlreiche Discount-Zertifikate auf BMW, Daimler oder Porsche an.


TROTZ PROBLEME GUT AM LAUFEN

VOLKSWAGEN

Nachdem die negativen Nachrichten nun allgemein bekannt sind, scheint der Markt der Volkswagen wieder einiges zu zutrauen. Jedenfalls konnte die Aktie in den vergangenen Wochen deutlich zulegen.und sogar zuletzt wieder Kurse über 150 Euro erreichen.

Bei Tiefstkursen von noch unter 100 Euro im vergangenen Februar konnten glückliche Anleger 50 Prozent Rendite erreichen. Wer nun glaubt, dass die Aktie in der Zukunft erstmal eine Verschnaufspause einlegen wird, der könnte einen Blick auf ein Discount-Zertifikat werfen.

Das in der Tabelle aufgeführte Anlage-Zertifikat mit der WKN DM0PP8 jedenfalls, kann mit interessanten Parametern aufwarten: Bei einem Discount von 19,30 Prozent zum aktuellen Aktienkurs, kann der Anleger im positiven Fall eine gute Rendite von 7,32 Prozent erzielen.

Volkswagen

JÄHRLICHER EXPORT VON PKW AUS DEUTSCHLAND BIS 2016 (IN MILLIONEN)

MASCHINEN UND TECHNIK AUS GERMANY

Ein weiterer Exportschlager neben den Autos waren in den vergangenen Jahren Maschinen, elektronische Erzeugnisse und elektrische Ausrüstungen (siehe Grafik Seite 14). Hier war die Nachfrage vor allem aus China und den USA für hohe Wachstumsraten verantwortlich. Auch wenn es 2016 zu einer Stagnation kam, gibt es noch einzelne Unternehmen, bei denen es nach wie vor wie geschmiert läuft. Der Münchener Halbleiterhersteller Infineon beispielsweise profitiert wie kaum ein anderer vom Umstieg auf Elektromotoren. Der gewaltige Ausbau der Elektromobilität beschert den Bayern großartige Umsätze. Laut Konzernchef Reinhard Ploss sind in einem einzigen Elektrofahrzeug Halbleiter für rund 700 Dollar verbaut. Damit kann sich jeder leicht ausrechnen, was für ein gewaltiges Ertragspotenzial in Zukunft auf Infineon wartet. Alleine China will in den kommenden Jahren Millionen von Elektrofahrzeugen auf die Straße bringen. Als zweites sehr profitables Standbein erwies sich bereits in den vergangenen Jahren – und dies wird sich wohl 2017 bestätigen – die Nachfrage nach Leistungshalbleitern für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Sie kam hauptsächlich von chinesischen, auch von amerikanischen Herstellern von Windkraft- und Fotovoltaikanlagen.
Für Anleger, die die Vorteile eines Discount-Zertifikats schätzen, könnte vielleicht das auf Seite 16  vorgestellte Zertifikat mit der WKN DM0PHN interessant sein. Der Discount beträgt immerhin 17,27 Prozent und es erzielt im positiven Fall eine Rendite von 10,46 Prozent.

ANTEILE DER WICHTIGSTEN HANDELSPARTNER AN DEN EXPORTEN AUS DEUTSCHLAND 2015

CHEMIE - DIE LUFT WIRD DÜNNER

Dagegen musste die deutsche Chemieindustrie, bei deutschen Exportgütern auf Platz 3, 2016 erste Rückgänge hinnehmen. Sowohl Umsätze als auch Gewinne mussten Federn lassen. Laut JP Morgan haben sich die Perspektiven für den europäischen Chemiemarkt allgemein aber zuletzt merklich aufgehellt. Sich stabilisierende Produktionskapazitäten bei einer anziehenden Nachfrage sollten den Chemikalienpreisen auf die Sprünge helfen, schrieben Analysten der amerikanischen Investmentbank in einer Branchenstudie. Hinzu kämen noch vorteilhafte Währungseffekte. Besonders positiv seien die Aussichten für 2017 daher für den deutschen Chemieriesen BASF.

BASF-ZERTIFIKATE: FREIE AUSWAHL

Bei der BASF haben Anleger die Möglichkeit, mit Discount-Zertifikaten von X-markets günstig am weiteren Kursverlauf des Ludwigshafener Chemieriesen zu partizpieren. Aktuell im Angebot hat X-markets 193 Discount-Zertifikat mit unterschiedlichster Ausstattung sowie kurzen, mittleren und langen Laufzeiten.
Mit dem Discounter mit der WKN DM0PAU erhält der Anleger beispielsweise einen Discount von genau 20,00 Prozent auf den aktuellen Aktienkurs. Statt 89,40 Euro bezahlt er 71,60 Euro für das Zertifikat. Sollte dieses am Laufzeitende über 75,00 Euro stehen, gibt es genau 75 Euro ausbezahlt: Eine Rendite von 4,78 Prozent. D.h. selbst wenn die Aktie gegenüber dem heutigen Stand verlieren würde, wäre der Zertifikate-Anleger noch lange im Plus. Erst unter dem Einstiegskurs würde er einen Verlust erleiden. Weitere Informationen und Produkte finden Anleger unter www.xmarkets.de.


HIGH-TECH-QUALITÄT "MADE IN GERMANY"

INFINEON

Die im Jahre 1999 durch die Ausgliederung des Halbleitergeschäfts von Siemens entstandene Infineon gehört in ihrer Branche zu den weltweit führenden Unternehmen. Mit 36 300 Beschäftigten erzielte das Dax-Unternehmen aus Neubiberg bei München im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von rund 6,5 Milliarden Euro. Vor allem aufgrund des internationalen Geschäfts konnte Infineon in den vergangenen vier Jahren das Ergebnis kontinuierlich von 377 Mio. Euro auf 982 Mio. Euro steigern. Das größte Wachstum stammt bereits heute aus Asien bzw. China. Nicht ohne Grund baut Infineon seine modernsten Fabrikations-standorte u.a. in Malaysia und China, aber auch in den USA beständig aus.

Da Infineon eines der Unternehmen ist, welche am stärksten von den drei laut IHS Markit am schnellsten wachsenden Segmenten (Industrieelektronik, Chipkarten und Automobilelektronik) profitieren, ist es kein Wunder, dass das Unternehmen bei den Analysten aktuell hoch im Kurs steht. 2017 will Infineon vor allem seine Stellung als führender Anbieter in seiner Branche, besonders in Wachstumsmärkten wie Elektromobilität und erneuerbare Energien, stärken.

Investoren bieten sich auf der Zertifikate-Seite zahlreiche Anlagemöglichkeiten zu Infineon an. Das unten stehende Zertifikat offeriert beispielsweise einen vergünstigten Einstieg von 17,27 Prozent bei einer mög­lichen Seitwärtsrendite von maximal 10,46 Prozent.

Infineon


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