Finanzwetterkarte

Richtung unklar

Der Jahresstart der weltweit wichtigsten Börsen war bisher von gemischten Gefühlen geprägt. Trotz robuster Wirtschaftsdaten ist Skepsis im Spiel. Diese Unsicherheit könnte jedoch ein für den Jahresverlauf positives Über­raschungspotenzial bergen.

Markt im Fokus: Großbritannien

Großbritannien wird nicht nur die Europäische Union, sondern auch den europäischen Binnenmarkt verlassen. Stattdessen solle ein ­umfassender Freihandelsvertrag mit der EU geschlossen werden, denn auch der Zollunion wird das Vereinigte Königreich nicht mehr ­angehören. „Das Land wird zwar die EU ­verlassen, aber die Welt umarmen“, teilte ­Premierministerin Theresa May mit. Ob sich diese versöhnlichen Töne auch auf die vor­herige Androhung einer Absenkung der Körperschaftssteuer – und damit der Schaffung eines Steuerparadieses – bezogen, war nicht klar. Dennoch mahnte sie die EU, dass ein ­bestrafender Brexit-Deal ein katastrophaler Akt der Selbstverletzung sein könnte. An der ­britischen Börse wurde dies zunächst abgemahnt. Trotzdem: Seit dem Referendum liegt der britische Leitindex FTSE 100 mit mehr als 13 Prozent im Plus.

 

Indexdaten, weltweit


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