Zertifikat statt Aktie | 26.05.2017

Fresenius auf Höhen- und Übernahmekurs

Der Gesundheitskonzern Fresenius fährt die ersten Erfolge seiner neuen Strategie ein. Dennoch gehörte die Fresenius-Aktie in diesem Jahr nicht zu den Toptiteln im Dax, sondern tendierte überwiegend seitwärts. In diesem Umfeld sind Aktienanleihen Plus eine gute Alternative zu einem Direktinvestment.

Die alte Börsenweisheit „Sell in May and go away“ ist in diesem Jahr ein äußerst schlechter Ratgeber. Im Mai 2017 legte der Dax nämlich einen beeindruckenden Rekordlauf mit immer neuen Bestmarken hin, nachdem die politischen Unsicherheiten mit der Wahl von Emmanuel Macron zum französischen Präsidenten deutlich geringer geworden waren. Aber nicht jede Dax-Aktie schaffte es, gleichzeitig mit dem Leitindex neue Rekordkurse aufzustellen.

Einer der wenigen Titel, denen es gelang, ist Fresenius. Seine Bestmarke steht nun bei mehr als 79 Euro. Dennoch zählt die Aktie mit einem Plus von rund fünf Prozent seit Jahresbeginn zu den schwächeren Werten im Dax.

Auf Einkaufstour

Ganz und gar nicht schwach war der Start ins Jahr für das operative Geschäft von Fresenius. Der Gewinn stieg im ersten Quartal 2017 dank der Übernahme des spanischen Klinikbetreibers Quirónsalud um mehr als 25 Prozent, was Fresenius-Chef Stephan Sturm bereits zu einer Anhebung der Jahresprognose veranlasste. Der Gewinn soll nun um 19 bis 21 Prozent statt 17 bis 20 Prozent zulegen.

Risikofrei ist die Übernahmestrategie von Sturm, der seit Sommer 2016 die Geschicke des Konzerns lenkt, aber nicht. Denn mit dem US-Riesen Akorn hat er eine weitere Milliardenübernahme in kurzer Zeit abgeschlossen, entsprechend schnell wachsen auch die Schulden. Sie kletterten um rund 33 Prozent im ersten Quartal auf aktuell etwas mehr als 20 Milliarden Euro. Interessant für Fresenius ist das breite Netzwerk der Verbindungen, die Akorn zu Kliniken und Apotheken in den USA unterhält. Mit Akorn ist der Übernahmehunger aber noch nicht gestillt. So kauft Fresenius dem Pharmakonzern Merck noch die Biosimilars-Sparte ab, allerdings ist der Kaufpreis dort wesentlich geringer, weil das Geschäft erst noch ausgebaut werden muss.

Aktienalternative

Wer nach dem offensiven Strategiewechsel von Fresenius etwas vorsichtiger agieren möchte, kann statt eines Direktinvestments alternativ auch in Aktienanleihen investieren. Für eine positive Rendite reicht hier bereits eine stabile Aktienkursentwicklung aus. Daneben sind Aktienanleihen Plus mit einer Barriere weit unterhalb des Basispreises ausgestattet. Das hat den Vorteil, dass selbst bei einem stärkeren Kursrückgang noch die Chance auf die Maximalrendite besteht. Bei der Aktienanleihe Plus auf Fresenius mit der WKN DM0YGV liegt die Barriere bei 60 Euro, also derzeit rund 23 Prozent vom Kurs entfernt. Sollte der Fresenius-Kurs bis zur Fälligkeit im Juni 2018 die Barriere nie berührt oder unterschritten haben, erhalten Anleger den vollen Nominalbetrag in Höhe von 1000 Euro. Erst wenn die Barriere während der Laufzeit verletzt wurde, muss der Aktienkurs bis zum Laufzeitende wieder über den Basispreis von 75 Euro klettern, um die Maximalrendite zu erzielen. Ansonsten erhalten Anleger 13,333 Aktien, die zusammen aber nicht mehr das volle ­Nominalvolumen von 1000 Euro ausmachen und Verluste für den Anleger bedeuten können. Der Zins von 6,2 Prozent p. a. wird in jedem Fall gezahlt.

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