DDV Februar-Umfrage | 21.02.2017

Augenmaß gefordert

In der gemeinsam mit mehreren großen Finanzportalen durchgeführten Februar-Umfrage des Deutschen Derivate Verbands (DDV) haben sich mehr als die Hälfte der Befragten überwiegend kritisch zu den Regulierungsvorgaben für die Vermittlung von Finanzprodukten geäußert.

53,1 Prozent der 2355 Umfrageteilnehmer, in der Regel gut informierte Selbstentscheider, sind nicht überzeugt davon, dass die gegenwärtigen Regelungen dem Anlegerinteresse dienen. Insgesamt 38 Prozent halten sie wenigstens teilweise für sinnvoll. Weniger als 9 Prozent stehen den Regelungen dagegen ausschließlich positiv gegenüber. DDV-Geschäftsführer Lars Brandau zeigte sich vom Ergebnis der Umfrage wenig überrascht: „In den zurückliegenden Jahren wurden einige weitreichende europäische und nationale Regulierungsvorhaben auf den Weg gebracht. Diese sollen im Nachgang der schweren Finanzkrise dazu beitragen, das Vertrauen der Anleger in das Finanzmarktsystem und dessen Produkte zu stärken. Gut gemeint ist aber nicht unbedingt gut gemacht.“ Brandau mahnt daher, den Zweck der Regulierungen nicht aus dem Blickfeld geraten zu lassen: „Die Rahmengesetzgebung muss immer wieder auf ihre Konsistenz überprüft werden und sollte mit einem unmittelbaren Nutzen für die Anleger verbunden sein.“

 

Chart - DDV Februar-Umfrage


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