Finanzwetterkarte

Nervöse Stimmung

Auch im April waren die Börsen fest im Griff der Weltpolitik. Die Spannungen in Syrien, der Atom-Streit zwischen den USA und Nordkorea sowie die Ankündigung vorgezogener Neuwahlen in Großbritannien beunruhigten die Anleger. Die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich schob die Märkte kräftig nach oben.

Markt im Fokus: Brasilien

Aus Brasilien wurden Mitte April erste positive ­Zeichen vernommen, die die Hoffnung schürten, dass die größte Volkswirtschaft Südamerikas ­vielleicht aus der zweijährigen Rezession aus­brechen könnte. So sollen zwar laut dem nationalen Sta­tistikamt IBGE die Einzelhandelsumsätze im ­Februar um 0,2 Prozent zum Vormonat gesunken sein. Jedoch revidierte das Amt die Januar-Daten deutlich nach oben, wonach die Erlöse zum Jahresauftakt um 5,5 Prozent stiegen und nicht wie ­zunächst gemeldet, um 0,7 Prozent sanken. Auch nach Angaben der brasilianischen Zentralbank wächst die Wirtschaft wieder so stark wie zuletzt im Jahr 2010. Für das laufende Jahr rechnet der ­Internationale Währungsfonds mit einem Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent, nach minus 3,6 Prozent in 2016. In 2015 schrumpfte sich sogar um 3,8 Prozent.


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