Europa in Bewegung | 27.10.2017

Kontinent mit Perspektive

Nach einer langen Durststrecke nimmt die Wirtschaft in der Eurozone wieder Fahrt auf. Mit Zertifikaten von Deutsche Bank X-markets auf ausgewählte In­dizes können Anleger an möglichen weiteren Kurssteigerungen eins zu eins partizipieren.

Donnerstag, 12. Oktober, Nachmittag. Es ist endlich so weit: Fast genau zum 30. Jahrestag des New Yorker Börsenkrachs von 1987 knackt der Deutsche Aktienindex (Dax) erstmals in seiner Geschichte die Marke von 13 000 Zählern. Ein Raunen geht durch das Frankfurter Parkett‚ Händler sprechen von einer Zäsur. Immerhin hat der Index rund zweieinhalb Jahre gebraucht, um tausend Punkte dazuzugewinnen. Im elektronischen Xetra-Handel hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer erstmals am 16. März 2015 über 12 000 Punkten geschlossen.

 

Auf einen Blick Deutschland

 

Die starke Entwicklung wurde nicht zuletzt von den guten Wirtschaftsperspektiven in der Eurozone in Gang gebracht. Zudem waren einige Sorgen wie die um das Scharmützel zwischen Nordkorea und den USA oder die um die Unabhängigkeit Kataloniens wieder etwas in den Hintergrund gerückt.

Mit Blick auf die Konjunktur stehen die Ampeln auf Grün. Nach einer langen und instabilen Phase im Nachgang der Finanzkrise hat die Weltwirtschaft endlich wieder festen Boden gewonnen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sah die globale Konjunktur bereits im August vor dem „breitesten synchronen Aufschwung des Jahrzehnts“. In seiner jüngsten Einschätzung hat der IWF seine Wachstumsprognosen für viele Regionen der Welt nochmals angehoben und rechnet im kommenden Jahr mit einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,7 Prozent.

Goldlöckchen-Szenario

Davon profitiert vor allem der Export, dessen Anteil am Umsatz bei den größten europäischen Unternehmen mit etwa 50 Prozent deutlich größer ausfällt. So verwundert kaum‚ dass sich nach Ansicht des IWF Europa als Lokomotive der Weltkonjunktur etablieren könnte. „Kurzfristig sehen wir sogar die Möglichkeit, dass die Volkswirtschaften in Kontinentaleuropa noch stärker wachsen, weil die politischen Risiken kleiner geworden sind“, so der IWF‚ der zuletzt noch von einem diesjährigen BIP-Plus von 1‚9 Prozent innerhalb der Eurozone ausging.

 

Auf einen Blick Frankreich

 

Auch die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturschätzung für 2017 im Rahmen ihres Herbstgutachtens nach oben angepasst und rechnen nun mit einem Plus von mindestens 1‚9 Prozent. Die Forscher merken an, dass der Aufschwung an Stärke und Breite gewonnen hat und gleichermaßen vom Konsum‚ vom Auslandsgeschäft und von den Investitionen getragen wird. Kalenderbereinigt erwarten die Ökonomen sogar einen BIP-Zuwachs von 2‚2 Prozent, was dem höchsten Zuwachs seit 2010 entsprechen würde. Auch für das kommende Jahr zeigt man sich mit einem Plus von 2‚1 Prozent optimistisch.

Zuversicht verbreitet auch das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) nach seiner jüngsten Umfrage unter 205 Analysten und institutionellen Anlegern. Sein viel beachteter Indikator für die deutschen Konjunkturerwartungen ist im Oktober um 0,6 Punkte auf 17,6 Zähler gestiegen. „Der verbesserte Ausblick für die nächsten sechs Monate wird maßgeblich von den überraschend guten Wachstumszahlen der vergangenen Monate beeinflusst“, sagte ZEW-Präsident Achim Wambach.

Auch der Euro – lange das große Sorgenkind – hat sich von seiner Schwäche erholt und zeigt seit Jahresbeginn steil nach oben: Gegenüber dem Dollar hat er rund 13 Prozent zugelegt und hält so die Inflation durch hohe Importpreise im Zaum.

An den Arbeitsmärkten geht es aufwärts, der private Konsum ist robust und die Unternehmensinvestitionen steigen. Gleichzeitig bleiben die Preise stabil. Börsianer haben für diesen Mix aus einem breiten Aufschwung und einer niedrigen Inflation den Begriff „Goldlöckchen-Szenario“ geprägt – für Anleger ein fast perfektes Umfeld‚ zumal die ­Eurozone von einer im Vergleich zu den USA attraktiveren Bewertung profitiert.

 

Auf einen Blick Italien

 

Zuversichtliche Experten

Bleibt die Frage, wie es an den Börsen weitergeht. Nach einer Übersicht des Daten-Anbieters Bloomberg rechnete die Analystengilde Mitte Oktober beim Dax im Schnitt mit nur 12 687 Punkten zum Jahresende. Tim Albrecht, Leiter DACH-Aktien Deutsche Asset Management, zeigt mehr Zuversicht. „Euphorie ist zwar nicht angebracht, aber insgesamt stehen die Börsenampeln weiter auf Grün und der Dax könnte sich im nächsten Jahr auf die 14 000er Marke zubewegen“‚ glaubt Albrecht. Das Erreichen einer runden Zahl sei immer etwas Besonderes, aber letztendlich reine Psychologie. Seinen Optimismus untermauert der Fondsmanager gleich mehrfach: „Die deutsche Wirtschaft läuft sehr gut, die Unternehmensgewinne steigen und auch die Bewertungen am Aktienmarkt können weiter nach oben gehen.“

Volker Schulz‚ Co-Chefredakteur des im Bernecker Verlag erscheinenden „Aktionärsbriefs“, sieht weitere Gründe für steigende Kurse: „Eine nachhaltige Nullzinspolitik bei sehr niedrigen Inflationsraten rechtfertigt Bewertungsexpansionen“‚ sagt er. Die Chancen stehen gut‚ dass die Zinsen auf Niedrigniveau bleiben: Im EZB-Rat zeichnet sich eine breite Mehrheit dafür ab, die Käufe in Höhe von aktuell 60 Milliarden Euro pro Monat ab Januar 2018 deutlich zu reduzieren, dafür aber noch lange fortzusetzen. „Damit wird klar, dass Zinserhöhungen bis 2020 vom Tisch sind. Die Nullzins-Politik wird nachhaltig“‚ resümiert Schulz.

Passende Anlageprodukte

Indexzertifikate ermöglichen Anlegern, einfach und kostengünstig in den ganzen Markt der aussichtsreichsten Länder der Eurozone zu investieren. X-market hält ein breites Angebot an Produkten dieser Anlagegattung bereit. Wer beispielsweise von steigenden Aktienkursen deutscher Vorzeige-Unternehmen ausgeht‚ kann ein entsprechendes Investment mit dem Dax-Index Zertifikat (WKN DE04YF) umsetzen. Es bildet die Wertentwicklung der 30 deutschen Firmen ab, die die höchste Liquidität und Marktkapitalisierung an der Frankfurter Börse aufweisen.

 

Auf einen Blick Spanien

 

Zu den Nachzüglern in der Eurozone zählen Frankreich und Italien. Nachdem dort das Wachstum bis Herbst vergangenen Jahres fast zum Stillstand gekommen war, haben die beiden Staaten zwischenzeitlich wieder den Anschluss geschafft. Das CAC 40 X-pert Zertifikat mit der WKN 105541 spiegelt das Auf und Ab der 40 größten und liquidesten ­Gesellschaften in Frankreich wider, die nach dem Börsenwert des Streubesitzes gewichtet sind.

Für Anleger, die Italien den Vorzug geben, könnte sich das Index-Zertifikat auf den Index von ­X-markets (WKN DB0GSY) als geeignet erweisen. Der MIB 40 ist der Leitindex der 40 führenden italienischen Aktiengesellschaften, die an der Mailänder Börse gehandelt werden.

Europa in einem Papier

Die Krise rund um die nach Unabhängigkeit strebende spanische Region Katalonien sorgt in Spanien für Verunsicherung. Die spanische Volkswirtschaft dürfte 2018 nur noch um 2,3 Prozent zulegen. Bisher hatte die Regierung in Madrid ein Wachstum von 2,6 Prozent angenommen. Wer dennoch von steigenden Kursen auf der Iberischen Halbinsel ausgeht, für den könnte das IBEX 35 X-pert Zertifikat mit der WKN DB0QAE eine ­Chance sein.

Anleger‚ die statt einzelner Länder gleich die gesamte Eurozone in ihr Depot holen wollen‚ finden im EuroStoxx 50 X-pert-Zertifikat (WKN 709341) von X-markets eine passende Investmentmöglichkeit‚ die die Entwicklung der 50 größten Unternehmen der Eurozone bündelt.

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