Niedrigzins-Alternative | 15.12.2017

1000 Euro oder mehr

Es gibt vieles, was man mit 1000 Euro anfangen kann: Eine Woche an Traumstränden Cocktails schlürfen, die Freunde mit dem neuesten Smartphone beeindrucken oder das coole Oberteil des angesagten Trendlabels kaufen. Wer dagegen sein Geld statt verbrauchen lieber vermehren möchte, steht vor einem Problem: dem Niedrigzins.

Der Niedrigzins macht zwar beispielsweise Auto- und Immobilienkredite ausgesprochen günstig; sorgt aber auch dafür, dass Anlegern, die ihr Geld in Sparbuch, Tages- oder Festgeld anlegen anstatt es zu verjubeln, keine nennenswerten Zinsen mehr als Belohnung für ihren Konsumverzicht winken. Im Gegenteil – die marktüblichen Zinssätze für diese Anlageformen liegen derzeit teils deutlich unterhalb der aktuellen Inflationsrate.

Wer etwa die genannten 1000 Euro Anfang des Jahres aufs Sparbuch eingezahlt hätte, bekäme dafür bis zum Jahresende ganze 1 Euro Zinsen: Aus 1000 Euro wären 1001 Euro geworden. Reine Online-Banken ohne Filialnetz bieten geringfügig höhere Zinsen: Nach zwölf Monaten betrüge der Kontostand dann 1003 Euro. Nochmals leicht darüber liegen die Zinsen für Tagesgeldanlagen – zu den 1000 Euro wären im Jahresverlauf 5,30 Euro hinzugekommen, und der Kontostand des fiktiven Anlegers auf 1005,30 Euro gestiegen. Festgeldanlagen bieten zwar erneut höhere Zinssätze, sind in der Regel ­jedoch an Mindestanlagesummen ab 2500 Euro gekoppelt.

Aktienanleihe auf den Dax
WKN DM779P
Name DAX Aktienanleihe
Geld 99,100 %
Laufzeit 21.09.2018
Bezugsverhältnis 0,08
Stand 19.12.2018 16:33:55 Quelle: Deutsche Bank AG

Auswege aus dem Zinsdilemma

Bei der Suche nach renditeträchtigen Alternativen geraten schnell die Börsen ins Blickfeld: Selbst oberflächlichen Beobachtern dürfte kaum verborgen geblieben sein, dass die Kurse etlicher deutscher wie internationaler Aktien zuletzt nach oben zeigten. Wer an diesem Kursplus teilhaben möchte, muss aber auch die mit einem Aktieninvestment verbundenen Risiken eingehen: Es gibt keine Garantien für steigende Kurse und bei einem Investment in eine bestimmte Aktie besteht immer das Risiko, dass unternehmensspezifische Faktoren einen negativen Einfluss haben und den Aktienkurs nach unten drücken, selbst bei generell positiven Märkten.

Der erhöhten Renditechance stehen also auch Risikofaktoren gegenüber. Für Aktienanleger ist zudem der regelmäßige Blick auf die Kurstafeln Pflicht. Überdies können Kursgewinne nur realisiert werden, wenn das Papier verkauft wird. Damit erlischt natürlich auch der Anspruch auf eine mögliche Dividende – so sie denn gezahlt wird. Selbst das Steigen der Kurse birgt Risiken, denn je luftiger die Höhen, in denen sich ein Aktienkurs bewegt, desto dringender stellt sich die Frage nach dem „Wie lange noch?“ Die Historie zeigt, dass jedem Höhenflug eine Kurskorrektur folgt.

Geht es um Anlagesummen wie die genannten 1000 Euro, wirkt sich ein weiterer Faktor aus: Die mit einer Aktienanlage verbundenen allgemeinen Kosten wie Transaktions- und Depotgebühren drücken überproportional auf die Renditen.

in aktien investieren und trotzdem zinsen kassieren

Zinsdilemma und Einlagensicherung auf der einen, Renditechancen, Kursrisiken und Kostennachteile auf der anderen Seite – ist es am Ende vielleicht doch besser, die fiktiven 1000 Euro einfach in den Sparstrumpf zu stecken? Die Antwort ist klar: Nichtstun ist eine schlechte Alternative, denn die aktuelle Inflationsrate von rund 1,8 Prozent frisst das Geld.

Bevor sich der gedachte Anleger mit seinen 1000 Euro nun doch auf den Weg zum nächsten Reisebüro oder Shoppingcenter macht, sollte er auf www.xmarkets.de vorbeischauen. Denn dort findet er ein breites Angebot von Anlageprodukten, die Zinsen deutlich oberhalb des Niveaus bei Sparbuch, Tages- und Festgeld bieten.

An einem konkreten Beispiel, der Aktienanleihe auf den Dax mit der WKN DM779P, lassen sich die Risiken und Potenziale einer solchen Anlage am besten erläutern.

Der Dax eignet sich in besonderer Weise dafür, denn er ermöglicht auch bei einem Anlagebetrag von 1000 Euro die Teilnahme an der Wertentwicklung der 30 größten Aktiengesellschaften Deutschlands und bietet so, anders als eine Anlage in einen Einzelwert, von vornherein eine Risikostreuung über mehrere Unternehmen, Branchen und Sektoren. Wollte man dies mit einem Direktinvestment erreichen, wäre dies nur mit einem ungleich höheren Investment möglich.

Aktie + Anleihe = Aktienanleihe

Aktienanleihen kombinieren die Eigenschaften einer Anleihe (die Zinszahlung) mit denen einer Aktienanlage (der Abhängigkeit von der Kursentwicklung des Basiswerts). Dabei repräsentiert die von Anfang an feststehende Zinszahlung von 6,20 Prozent p.a. das Anleiheelement. Der Zins wird kurz nach Laufzeitende am 21.09.2018 ausgezahlt – und zwar unabhängig davon, wie sich der Dax bis dahin entwickelt hat.

Dagegen ist die Rückzahlung des Nennbetrags der Aktienanleihe von der Wertentwicklung des Dax abhängig. Insofern besteht eine Ähnlichkeit zu einer direkten Aktienanlage. Identisch sind sie aber nicht: Denn während eine Direktanlage Verluste bringt, sobald der Aktienkurs unterhalb des Einstiegskurses liegt, ist dies bei der vorgestellten Aktienanleihe nicht der Fall. Hier liegt die Verlustschwelle – der Basispreis – bei 11 800 Punkten und damit deutlich unterhalb des Dax-Kurses bei Redaktionsschluss.

Notiert der Dax am Laufzeitende mindestens auf 11 800 Punkten, wird zusätzlich zur Zinszahlung von 6,20 Prozent p.a. der volle Nennbetrag von 1000 Euro zurückgezahlt. Schließt er dagegen unterhalb von 11 800 Punkten, fällt der ausgezahlte Betrag niedriger aus als der Nennbetrag. Der Anleger erleidet einen Verlust.

 

DAX 01.01.-06.12.2017

 

Da der Basispreis unterhalb des Dax-Kurses bei Laufzeitbeginn der Aktienanleihe angesetzt ist, werden Kursverluste des Dax bis zur Höhe des Basispreises nicht an den Anleger weitergegeben. Für dieses Abfedern begrenzter Kursverluste des Basiswerts ist der maximale Ertrag des Anlegers auf den Nennbetrag plus die Zinszahlung begrenzt und er trägt das Verlustrisiko, sollte der Basispreis unterschritten werden.

Fazit: Wer bei begrenzten Anlagebeträgen dem Niedrigzins und den Nachteilen einer direkten Aktienanlage entgehen möchte, sollte Aktienanleihen in Erwägung ziehen. Sie bieten feste Zinszahlungen und federn leichte Verluste des Basiswerts ab.

Tags

X-press Magazin © 2018