Z statt A | 25.06.2018

Infineon: Tempo, Tempo

Mit einem Plus von über 280 Prozent in den ver­gangenen fünf Jahren ist der Chiphersteller Infineon die klare Nummer eins unter den Dax-Unternehmen, was die Performance betrifft. Für Anleger stellt sich die Frage, wie sie trotz Kurshoch in den Wert einsteigen können.

Das Unternehmen aus dem Münchener Umland liefert zahlreiche moderne Halbleiterprodukte für eine Vielzahl von Branchen und kann dadurch von zukunftsträchtigen Trends wie Elektromobilität, Hochgeschwindigkeitszüge oder erneuerbare Energien profitieren.

„Unsere Auftragsbücher sind prall gefüllt“, konnte Vorstandschef Dr. Reinhard Ploss bei der Präsentation der Zahlen für das 2. Quartal 2018 stolz verkünden. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Umsatz um 3 Prozent auf 1,84 Mrd. Euro gesteigert werden. Besonders erfreulich sei, dass dies trotz steigender Materialpreise und reichlich Gegenwind durch den um 16 Prozent gesunkenen Dollar gelungen sei. Haupttreiber waren dabei die Segmente Automotive und Industrial Power Control. Beim letzteren sieht der Vorstand weiteres Potenzial vor allem bei der Stromversorgung von Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Entsprechend optimistisch fällt auch der Ausblick aus: Man werde die Jahresziele voraussichtlich erreichen. Ploss weiter: „Das zeigt, wie robust unser Geschäftsmodell ist.“ Um die hohe Nachfrage befriedigen zu können, investiert Infineon kräftig in den beschleunigten Ausbau der Fertigungskapazitäten. 1,6 Mrd. Euro lässt sich das Unternehmen eine neue Chipfabrik in Kärnten kosten. „Der Bedarf ist so hoch“, erklärt Ploss, „dass fast jeder Tag zählt.“ Ziel für das Geschäftsjahr 2019 ist „ein Umsatzwachstum von mindestens 10 Prozent“.

Seit Herbst 2015 befindet sich die Infineon-Aktie – 2009 kurzzeitig ein Pennystock – in einem Aufwärtstrend, der sie Ende 2017 bis auf 25 Euro führte. Eine Schwächephase im 1. Quartal 2018 ist inzwischen überwunden und das Papier notiert aktuell wieder auf diesem Niveau, das zuletzt 2002 erreicht worden war.

DISCOUNT-ZERTIFIKAT
WKN DS3JW6
Name Infineon Technologies AG Discount-Zertifikat
Brief 18,20 EUR
Cap 21,00
Stand 26.09.2018 15:32:05 Quelle: Deutsche Bank AG

Einsteigen, aber wie?

Obwohl die Investitionen auf die Marge drücken, sind die Analystenmeinungen überwiegend positiv. Aufgrund der Schnelllebigkeit der Branche und der Risiken auf den Währungsmärkten könnte ein Einstieg in den Wert mittels Discount-Zertifikat eine clevere Wahl sein. Der Einstiegspreis liegt dabei aktuell um fast 20 Prozent unter dem Aktienkurs. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, am Laufzeitende den Höchstbetrag von 21 Euro erzielen zu können. Dieser wird ausgezahlt, wenn das Infineon-Papier am Laufzeitende auf oder über 21 Euro notiert. Die maximale Rendite von 6,87 Prozent ergibt sich aus dem Abstand zwischen Höchstbetrag und Einstiegskurs. Zwar ist der Ertrag begrenzt, dafür können – anders als bei einem Direktinvestment – Erträge auch in Seitwärtsphasen beziehungsweise bei bis auf den Einstiegspreis sinkenden ­Kursen erzielt werden. Notiert die Infineon-Aktie dagegen unter 21 Euro, erhält der Anleger sie zum dann aktuellen Kurs ins Depot geliefert.

CHART Infineon

Infineon - Aktie und Zertifkat im Vergleich

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