Neuemissionen | 25.06.2018

Gut aufgestellt

WM-Jahre sind in der Regel gute Jahre für Sportartikelhersteller: Um beim Public Viewing nicht negativ aufzufallen, decken sich Fans gerne mit den neuesten Trikots ihrer Mannschaft und anderen Fanartikeln ein. Werden diese online gekauft, kann auch ein Logistikdienstleister wie die Deutsche Post davon profitieren. Eine gute Gelegenheit, sich mit drei Zertifikaten auf Adidas, Nike und die Post zu befassen.

So unterschiedlich die Branchen sind, in denen die drei Unternehmen tätig sind, so unterschiedlich ist auch ihre Entwicklung: Während es für Adidas und Nike zuletzt nach oben ging, sieht es aktuell bei der Post längst nicht so positiv aus. Ein Problem für Zertifikatateanleger? Keineswegs: Denn sollte Adidas auf der Stelle treten, erhöht sich für Anleger, die auf das vorgestellte Express-Zertifikat setzen, die Wahrscheinlichkeit einer vorzeitigen Einlösung bereits nach einem Jahr. Sollte die Aktie sinken, haben sie weitere Chancen der Einlösung zum Einlösungsbetrag. Trotz gegenläufiger Kursbewegung gilt dies auch für das Express-Zertifikat auf die Deutsche Post: Sollte hier der Boden noch nicht gefunden sein, federt es Verluste ab, sollte das Post-Papier steigen, wird das Zertifikat vorzeitig eingelöst. Erst wenn der jeweilige Aktienkurs nach fünf Jahren um mehr als 35 Prozent gesunken ist, erleidet der Anleger einen Verlust. Anleger, die mit einem Discount-Zertifikat in Nike einsteigen, gehen dagegen von Anfang an mit einem Renditevorsprung in Höhe des Discounts an den Start. Sie müssen erst dann einen Verlust hinnehmen, wenn der Kursverlust die Höhe des Discounts übersteigt. ­Dafür ist die Rendite auf den Cap begrenzt.

Adidas
mit 6,50 % Chance p.a.

Express-Zertifikat
WKN DB9UWM
Basiswert Adidas
Einlösungsbetrag 106,50; 113,00; 119,50; 126,00; 132,50 EUR
Bewertungstage 19.07.2019, 17.07.2020, 16.07.2021, 15.07.2022, 21.07.2023
Einlösungsschwelle 100 %, 95 %, 90 %, 85 %, 80 %
Barriere 65 %
Emissionstag 03.07.2018
Laufzeit 21.07.2023 (falls nicht vorzeitig getilgt)
Ausgabekurs* 101,50 EUR

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Rechtzeitig zur Fußball-WM präsentiert sich Adidas in guter Form und erzielte im ersten Quartal 10 Prozent mehr Umsatz. Vor allem aber legte das Weltunternehmen aus der fränkischen Provinz bei der Profitabilität zu: Hier steht ein Plus von 17 Prozent zu Buche. Mit Zuwächsen von jeweils mehr als 20 Prozent glänzen besonders die Absatzmärkte in Nordamerika und China. Die Erwartungen an die Fußball-WM, bei der 12 von 32 Mannschaften mit den drei Streifen auflaufen, sind zwar eher gedämpft, dennoch stellt der Vorstand für das Gesamtjahr ein zweistelliges Umsatzwachstum in Aussicht, das weitere Kursgewinne des Papiers treiben könnte.

Nike
mit 8,35 % Discount

Discount-Zertifikat
WKN DS38BP
Basiswert Nike
Höchstbetrag/Cap 72,00 USD
Discount 8,35 %
Max. Rendite 11,15 % p.a.
Quanto nein
Laufzeit 19.12.2018
Briefkurs* 58,82 EUR

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Ähnlich wie Konkurrent Adidas ist US-Sportartikler Nike derzeit zufrieden: Mitte Juni stieg die Aktie auf ein Rekordhoch von 75 Dollar und auch der Umsatz des ­bereits im Februar beendeten 3. Quartals 2017/18 kann sich mit einem Wachstum von 9 Prozent sehen lassen, auch wenn das Unternehmen im Neunmonatszeitraum nur 4 Prozent zulegte. Auch bei Nike ist der chinesische Markt derzeit der stärkste Wachstumstreiber. Der Umsatzrückgang von 8 Prozent bei der Tochter Converse fällt aufgrund von deren geringeren Größe dagegen wenig ins Gewicht. Weit stärker wirkt sich demgegenüber die US-Steuerreform aus, die einer der Gründe für den Gewinneinbruch von 75 Prozent in den ersten neun Monaten 2017/18 ist.

Post
mit 8,40 % Chance p.a.

Express-Zertifikat
WKN DB9UKS
Basiswert Deutsche Post
Einlösungsbetrag 108,40; 116,80; 125,20; 133,60; 142,00 EUR
Bewertungstage 19.07.2019, 17.07.2020, 16.07.2021,15.07.2022, 21.07.2023
Einlösungsschwelle 100 %, 95 %, 90 %, 85 %, 80 %
Barriere 65 %
Emissionstag 03.07.2018
Laufzeit 21.07.2023 (falls nicht vorzeitig getilgt)
Ausgabekurs* 101,50 EUR

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Die Deutsche Post steht derzeit vor einer Mammutauf-gabe: Das Briefgeschäft geht zurück und die Investitionen von einer halben Milliarde Euro, die das Unternehmen im laufenden Jahr in Effizienzsteigerungen vor allem beim Paketversand steckt, drücken aufs Ergebnis. Vorstandschef Appel sah sich gezwungen, die Prognose für 2018 zurückzunehmen. An innovativen Projekten wie der Produktion eines eigenen Elektrotransporters will der Vorstand festhalten, allerdings sollen ab 2020 auch hier schwarze Zahlen stehen. Das könnte, neben Zuwächsen im Paketgeschäft durch den Trend zum E-Commerce der schwächelnden Aktie Auftrieb verleihen.

*Ausgabekurse inkl. Ausgabeaufschlag und Briefkurse vom 20.06.2018, Quelle: Deutsche Bank AG

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