Software-Dienste: Salesforc | 24.05.2018

Auf Wolke sieben

Mit Software für das Management von Kundenbeziehungen ist das 1999 gegründete und in San Francisco ansässige Unternehmen Salesforce nach eigenen Angaben die Nummer eins in seinem Markt – und wächst weiter. Doch die digitale Welt ist schnelllebig und ein Discount-Zertifikat möglicherweise eine interessante Lösung für Vorsichtige.

„Mieten statt kaufen“ ist seit einigen Jahren ein beherrschendes Geschäftsmodell in der Softwarebranche. Programme oder Apps werden nicht mehr physisch gekauft und oftmals nicht einmal mehr auf den Endgeräten installiert. Stattdessen werden Programme ebenso wie alle dazugehörigen Daten auf zentralen Rechnern gespeichert, wo sie für die Benutzer von überall auf der Welt über das Netz zur Verfügung stehen. Die Vorteile des Modells sind offensichtlich: Der Nutzer profitiert von den immer jeweils aktuellsten Softwareversionen, alle an einem Prozess Beteiligten arbeiten mit den gleichen Dateien und durch den Zugang per Internetbrowser ist es auch unerheblich, ob das Endgerät ein PC oder Mac ist oder der Benutzer mobil per Tablet oder Smartphone arbeitet.

Die Vorteile für Anbieter wie Salesforce liegen auf der Hand: Zum einen kommen sie in den Genuss von regelmäßigen Einnahmen per Abonnement, mit denen die Finanzabteilungen besser kalkulieren können. Zum anderen sind die Wartungsaufwände geringer, weil prinzipiell alle Nutzer immer nur mit der aktuellsten Softwareversion arbeiten. Dadurch können Supportkapazitäten verringert und Skalenvorteile genutzt werden, was wiederum die Kosten reduziert.

Kunden in den Mittelpunkt

Spezialisiert ist Salesforce vor allem auf CRM-Software für Unternehmen, also Lösungen zum Kundenbeziehungsmanagement. Dazu gehören zum Beispiel spezialisierte Vertriebsprogramme und Software für digitale Serviceleistungen, aber auch Kommunikationstools und Werkzeuge zur Analyse von Märkten, Kunden und Abläufen. Diese werden dazu genutzt, Webseiten, Angebote oder interne Abläufe möglichst konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden zuzuschneiden und diese so mit gezielten Produkt- oder Serviceangeboten abzuholen sowie ihnen ein positives integriertes Serviceerlebnis zu verschaffen.

Gelingt dieser Prozess, kann ein Unternehmen nicht nur erhebliche Kosten sparen, weil so die Anzahl der Ladenhüter, Reklamationen oder negativen Bewertungen verringert wird, es baut auch eine Reputation auf und festigt die Markenwahrnehmung.

Neukunden sind teurer

Gerade im Social-Media-Zeitalter kann ein negativer Tweet, eine schlechte Rezension oder eine niedrige Bewertung ungeahnte Auswirkungen haben. Online-Kunden sind nämlich mitunter unbarmherzig: Stimmt das Angebot oder der Service beim bisherigen Anbieter nicht (mehr), wird dieser einfach gewechselt.

Ein entscheidender Faktor für die Unternehmen ist aber vor allem, dass die Gewinnung neuer Kunden immer noch deutlich teurer, aufwendiger und langwieriger ist als die sorgsame Pflege und der Erhalt von Bestandskunden.

in der ersten liga

Mit seiner CRM-Software auf Cloud-Basis spielt Salesforce auf gleich zwei zukunftsträchtigen Wachstumsmärkten ganz vorne mit und produziert Ergebnisse: Der Quartalsumsatz von 2,85 Mrd. Dollar stellt ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal dar, der Umsatz für das gesamte Geschäftsjahr 2018 legte um 25 Prozent auf 10,48 Mrd. Dollar sogar noch geringfügig stärker zu. Das Geschäftsjahr 2018 von Salesforce endete am 31. Januar dieses Jahres.

 

Chart Salesforce

 

Konzernchef Marc Benioff kommentiert die Zahlen entsprechend euphorisch: „Wir hatten ein herausragendes Wachstumsquartal, das Salesforce über den Meilenstein von 10 Mrd. Dollar Jahresumsatz getrieben hat. Keine andere Firma für Unternehmenssoftware hat diese Größenordnung schneller erreicht als Salesforce.“ Konkurrenten wie SAP und Oracle hat Salesforce beim Wachstum inzwischen abgehängt. Vor allem sind es Großaufträge internationaler Großbanken oder der Deutschen Bahn, die das Wachstum beflügeln.

Für das Anfang Februar begonnene Geschäftsjahr 2019 ist die Unternehmensleitung ähnlich optimistisch und rechnet mit einem Umsatz in einer Größenordnung von 12,6 Mrd. Dollar und damit einem Zuwachs im Bereich von 20 Prozent.

Anleger können jetzt über das Discount-Zertifikat DS3TGX mit einem Abschlag von fast 30 Prozent gegenüber dem Aktienkurs in den Wert einsteigen. Als Ausgleich für den Discount ist der Auszahlungsbetrag auf 95,00 Dollar begrenzt. Wichtig zu wissen: Da das Zertifikat nicht währungsgesichert ist, müssen Investoren den Wechselkurs Euro/Dollar beachten.

AUF EINEN BLICK
WKN DS3TGX
Brief 80,84 EUR
Cap 95,00
Laufzeit 20.06.2019
Quanto
Stand 17.08.2018 07:18:32 Quelle: Deutsche Bank AG
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