Interview | 26.02.2018

Sammlerin und Designerin

Auf ihren Reisen sammelt Liz Biden Eindrücke, die sie zu den einzigartigen Inneneinrichtungen und Designs ihrer Hotelgruppe inspirieren. Viele ihrer Häuser, das Royal Malewane, eine Safari Lodge im Kruger-Nationalpark, das Birkenhead House in Hermanus und das Weinparadies La Residence in Franschhoek, sind Perlen der südafrikanischen Hotellerie. Im neuen The Silo Hotel fand die Kunstsammlung der Familie Biden eine Heimat.

X-press: Wann haben Sie damit angefangen, Kunst zu kaufen?

Liz Biden: Kunst ist das letzte Element, das einen Raum ausfüllt, es ist sozusagen das letzte Werk, das einem Raum Leben einhaucht. Kunst erzeugt Wärme und erzählt spannende Geschichten. Deshalb versuche ich immer, es den räumlichen Gegebenheiten zu überlassen, welche Art der Kunst sie sich wünschen.

X-press: Wie würden Sie die Kunstszene in Südafrika beschreiben?

Liz Biden: Sie ist unglaublich aufregend und entwickelt sich außerordentlich schnell. Die Ergänzung, die sie mit dem Zeitz Museum of Contemporary Art Africa (MOCAA) erfahren hat, hat sehr dabei geholfen, der afrikanischen Kunstszene einen formalen Rahmen zu geben und ihr einen Platz auf der Weltbühne der Kunst zu sichern.

X-press: Welche Ausstellungen planen Sie in diesem Jahr in The Silo Hotel?

Liz Biden: Mit The Vault haben wir in The Silo Hotel eine kleine, aber exklusive Kunstgalerie. Das Konzept dabei ist, eine Verbindung zwischen der nichtkommerziellen Kunst, die im Museum gezeigt wird, und den Kunstgalerien in Kapstadt zu schaffen. Jedes Jahr präsentieren wir in The Vault eine andere Kunstgalerie und zwei Ausstellungen. Wir wollen dabei bereits etablierte Künstler und auch neue aufstrebende Talente zeigen. The Silo Hotel wird dann immer ein Exemplar aus jeder Ausstellung behalten und daraus eine eigene Sammlung auf­bauen, die die Entwicklung auf unserer Reise in die Welt der afrikanischen Kunst dokumentiert. Und alle 10 Jahre werden wir ein wunderschönes Buch auflegen, das alle 20 Künstler präsentiert, die in The Vault ausgestellt haben und die dabei selbst zum integralen Bestandteil der Hotelgeschichte wurden.

Das Interview führte Jürgen Wenzel

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