Z statt A | 23.10.2018

Sartorius – Laborgeschäft mit Zukunftspotenzial

Eine kometenhafte Performance in den vergangenen fünf Jahren bescherte dem Göttinger Biotech-Unternehmen Sartorius in diesem Herbst die Eintrittskarte in den Mittelwertindex MDax. Doch zeitgleich mit dem MDax-Aufstieg begann der Abstieg der Aktie – um 24 Prozent seit Anfang September. Wer nun daran denkt, erste Positionen aufzubauen, könnte bei einem Discount-Zertifikat gut aufgehoben sein

Laborgeschäft  mit Zukunftspotenzial

Seit 1870 fertigt das Unternehmen am Wissenschaftsstandort Göttingen Ausrüstungen und Instrumente für Labors. Jüngeren Datums ist die Sparte Bioprocess Solutions, die nach Unternehmensangaben „weltweit führend in der Filtration, Fermentation, Membranchromatografie und im Fluid-Management“ ist. Seit 1990 ist Sartorius an der Börse notiert und seit dem 24. September frischgebackenes MDax-Mitglied. Der Umsatz 2017 betrug 1,4 Mrd. Euro. Der Blick auf die letzten Geschäftszahlen des Unternehmens zeigt Erfreuliches: Ein Umsatzwachstum von 8,0 Prozent im ersten Halbjahr und ein Zuwachs von 9,6 Prozent beim bereinigten EBITDA können überzeugen. Auch die Zukunft sieht alles andere als schwarz aus: Ein Anstieg der Auftragseingänge von fast 9 Prozent spricht für ein Fortdauern des Unternehmenserfolgs und veranlasste den Vorstand, die Prognose für das Gesamtjahr 2018 anzuheben. Zudem geht das Gremium um Joachim Kreuzburg von einer positiven Marktentwicklung aus: „Für den weltweiten Pharmamarkt wird in der Periode 2017 bis 2022 nach jüngsten Schätzungen mit einem durchschnittlichen Wachstum von 4 Prozent bis 7 Prozent pro Jahr gerechnet“. Der Markt für biotechnologisch hergestellte Medikamente, auf die die Sartorius-Produkte zugeschnitten sind, werde gar überdurchschnittlich wachsen. Dennoch enttäuschte die Aktie seit Anfang September. Ein Grund scheint das beachtliche Akquisitionstempo der letzten Jahre zu sein. 2017 hatten die Göttinger – mit 2800 Mitarbeitern größter privater Arbeitgeber der Stadt – mit der schwedischen Umetrics und der amerikanischen Essen BioScience Inc. zwei neue Unternehmen erworben. Die Äußerung von Vorstandschef Kreuzburg, man werde das Akquisetempo drosseln und wolle „kein Wachstum um jeden Preis“ wurde von den Märkten als positives Signal gewertet.

 

Sartorius Chart

 

Aktie und Zertifikat im Vergleich - Sartorius

 

verschnaufpause nutzen

Solide Zahlen, eine starke Position in den bedienten Märkten, gute Wachstumsprognosen und volle Auftragsbücher – gut möglich, dass die aktuellen Rücksetzer der Aktie nur ein Luftholen nach starken Wachstumsjahren sind. Wer als Anleger daher nach der fulminanten Rallye der vergangenen Jahre lieber etwas defensiver in die mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 56 wohl kaum unterbewertete Aktie einsteigen möchte, könnte als vorsichtigere Alternative zum Direktinvestment ein Discount-Zertifikat in seine Überlegungen einbeziehen. Das Produkt mit der WKN DS4MS9 ist aktuell 17,70 Prozent günstiger als die Aktie selbst – Kursverluste der Aktie bis zu dieser Höhe werden also abgefedert. Als Ausgleich ist die Gewinnchance am Laufzeitende auf 120 Euro begrenzt, was einer maximalen jährlichen Rendite von 14,68 Prozent entspricht. Damit der Anleger diesen Ertrag realisieren kann, muss die Sartorius-Aktie am Laufzeitende mindestens auf 120,00 Euro stehen.

DISCOUNT-ZERTIFIKAT
WKN DS4MS9
Name Sartorius AG Vz. Discount-Zertifikat
Brief 100,10 EUR
Cap 120,00
Laufzeit 19.12.2019
Stand 21.11.2018 15:09:34 Quelle: Deutsche Bank AG
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