Finanzwetterkarte

Stürmischer Herbst

Der September hat wieder einmal gezeigt, warum sich Anleger weltweit vor ihm fürchten. Gilt er doch als einer der schwächeren Börsenmonate. Nachdem einzelne Schwellenländerprobleme in den Hintergrund gerückt sind, herrscht nun Angst vor weiteren Strafzöllen zwischen den USA und China, welche abermals einen weiteren Herbststurm entfachen könnten.

Indexdaten weltweit 10/18

Markt im Fokus: Indonesien

Wieder einmal kämpft die größte Volkswirtschaft Südostasiens um das Vertrauen in Wirtschaft, Finanzmärkte und Regierung. Denn Indonesien als schlafender Riese mit ­Zukunft ist vor dem Hintergrund, dass 40 Prozent seiner Staatsanleihen von ausländischen ­Investoren gezeichnet wurden, besonders anfällig. Das spiegelt sich auch im bisherigen Verlauf des indonesischen Leitindex Jakarta Composite wider, der seit Jahresbeginn Verluste von fast 9 Prozent hinnehmen musste. Dar­über hinaus steht Indonesien auch mit seiner Währung erneut mit dem Rücken zur Wand. Die Schwäche der Rupiah von aktuell minus 11 Prozent seit Jahresstart hängt auch mit der Ausweitung des Handelsbilanzdefizits und der sich verschlechternden Leistungsbilanz zusammen. Erst kürzlich hat die Regierung daher Maßnahmen ergriffen und die Importzölle auf zahlreiche Gütern erhöht. Sie verspricht sich davon eine Reduktion des Importvolumens um 2 Prozent. Schließlich gehe es darum, mittelfristig den Absatz der einheimischen Produkte zu steigern, ohne WTO-Regeln zu verletzen.

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