Auto der Zukunft | 22.08.2018

Unter der Haube

Das Auto der Zukunft hat nicht nur ein ansprechendes Äußeres, sondern überzeugt auch durch viele technische Unterstützungskomponenten. Zukunftsträchtige Fahrzeuge geben Anlegern neue Möglichkeiten, in ver­schiedene Automobil­zulieferer mit großem Potenzial zu investieren, ohne die eine Weiterentwicklung hin zum autonomen Fahren gar nicht möglich wäre.

Piep ... piep ... piep, das Geräusch der Parksensoren ertönt zunächst in längeren Abständen, dann beim langsamen Annähern an das Hindernis schneller, gar andauernd. Fahrer­assistenzsysteme (englisch: Advanced Driver Assistance Systems, ADAS) wie dies oder auch die Scheibenwischer-Automatik, das Antiblockiersystem oder das Kollisionswarn- und -schutzsystem sind heute bereits in unzähligen modernen Pkws, Lkws und Bussen verbaut. Es handelt sich hierbei um elektronische Zusatzeinrichtungen in Kraftfahrzeugen, die den Fahrer in bestimmten Fahrsitua­tionen unterstützen sollen. Dabei stehen insbesondere Sicherheitsaspekte sowie die Steigerung des Fahrkomforts im Vordergrund. Aber auch die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit wird häufig als relevanter Aspekt angeführt. Daneben könnten etwa auch Personen mit körperlichen Einschränkungen von der Automatisierungstechnik profitieren.

Stressfrei im Stau

Technische Helfer wie der intelligente Einparkassistent dürfen mittlerweile auch während der Führerscheinprüfung genutzt werden, wodurch zumindest das Einparken für Fahranfänger kein Problem mehr darstellen sollte. Notbremssysteme beispielsweise waren im Jahr 2016 bei jedem dritten neu zugelassenen Pkw an Bord – Tendenz steigend.

Mehrere Marktauswertungen zeigen, dass mit einem Stauassistenten inzwischen auch erste teilautomatisierte Funktionen im Markt angekommen sind. So folgt das Auto im Stau automatisch seinem Vordermann, übernimmt das Anfahren und Beschleunigen ebenso wie das Bremsen und Lenken innerhalb der Fahrspur. Neben der Reduzierung des Stresslevels wird dem Insassen damit auch die Möglichkeit gegeben, seine Fahrtzeit effizienter zu nutzen.

Prophezeiung der Autonomie

Bei genauer Marktbetrachtung erweist sich, dass die technische Entwicklung des automatisierten Fahrens rasend schnell voranschreitet. Wissenschaftler des DLR-Instituts für Verkehrsforschung fanden im Auftrag des Instituts für Mobilitätsforschung (ifmo) heraus, dass der Anteil autonomer Fahrzeuge in Deutschland bis zum Jahr 2035 auf 42 Prozent steigen könnte.

Allerdings sind die meisten Fahrerassistenzsysteme noch so konzipiert, dass die Verantwortung immer beim Fahrer bleibt, autonome Eingriffe alsovon diesem „übersteuert“ werden können und er damit nicht entmündigt wird.

AUF EINEN BLICK
WKN DS8AUT
Name Auto der Zukunft Index Zertifikat
Brief 81,57 EUR
Laufzeit Open End
Quanto
Listing start 16.08.2018 08:00:00
Stand 21.11.2018 15:01:34 Quelle: Deutsche Bank AG

Umfangreiche Tests

Der Schritt zum autonomen Fahrzeug – dem Auto der Zukunft – ist also nicht mehr weit entfernt. So arbeitet der chinesische Suchmaschinenbetreiber Baidu gemeinsam mit Daimler am autonomen Fahren und digitalen Diensten im Auto. Entsprechend wird Baidus offene Plattform Apollo für selbstfahrende Autos in Erprobungsfahrzeugen von Mercedes auf Teststrecken und dafür freigegebenen Straßen in Peking eingesetzt.

Zu den Partnern von Baidus Apollo-Projekt zählt übrigens auch der französische Zulieferer Valeo, der in der Entwicklung, der Fertigung und dem Vertrieb von Komponenten, integrierten Systemen und Baugruppen für die Automobilindustrie tätig und mit über 140 Produktionsstätten in 32 Ländern aktiv ist. Damit gehört Valeo zu den führenden Automobilzulieferunternehmen weltweit. Insbesondere dem Thema „Connected Car“ haben sich die Pariser zuletzt verschrieben und schon zum Ziel gesetzt, künftig mehr mobile Services und bessere Angebote rund um das vernetzte Fahren zu liefern.

Erste Feldversuche

Anders als bei Baidus Aktivitäten in China werden autonome Fahrzeuge in Las Vegas bereits geschäftlich eingesetzt. Dort befördert der Fahrdienstleister Lyft mit 30 selbstfahrenden Taxis Passagiere zwischen den Publikumsmagneten, also zwischen Hotels und Casinos – natürlich zur Sicherheit noch mit einem Fahrer, der im Notfall eingreifen kann.

Die eigentliche Technologie dafür liefert das britische Unternehmen Aptiv, dass mit seinen rund 147 000 Mitarbeitern in 45 Ländern zu den weltweit größten Zulieferern für die Automobilindustrie zählt. Aptiv erforscht und entwickelt Lösungen für Sicherheit, Umweltschutz und Vernetzung. Zu den zentralen Kompetenzfeldern der Briten zählen Software und Fahrzeugarchitekturen, um fortschrittliche Sicherheitssysteme, automatisiertes Fahren oder Fahrzeugvernetzung zu ermöglichen. Aptiv ging übrigens als Spin-off des ehemaligen Geschäftsbereichs Powertrain aus Delphi Automotive hervor, die künftig als Delphi Technologies firmiert und fortan als Technologieunternehmen tätig ist.

Werte im Solactive Auto der Zukunft Index

Auto der Zukunft

Die Grenzen zwischen Autobauern und Autozulieferern sind längst nicht mehr so scharf gezeichnet wie einst. Die Zulieferer spielen beim technischen Fortschritt eine immer wichtigere Rolle und zeigen gerne, was sie können (siehe auch die Kolumne von Dr. Ulrich Stephan auf Seite 10). Entsprechend ergeben sich für Anleger neue Möglichkeiten. Sie können nun auf Unternehmen setzen, die für neue Technologietrends und innovative Lösungen im Automobilbereich stehen.

Genau hier setzt nun das Solactive Auto der Zukunft Index-Zertifikat (WKN: DS8AUT) an. Es ermöglicht dem Anleger, ohne Laufzeitbegrenzung an der Wertentwicklung des gleichnamigen Index zu partizipieren.

Der Solactive Auto der Zukunft Index bildet die Performance eines Aktienkorbes aus internatio­nalen Unternehmen ab (Zusammenstellung siehe links), die aktiv an der Entwicklung von Fahrer­assistenzsystemen und Fahrzeugelektrifizierung beteiligt sind. Schließlich stellen diese beiden Segmente einen revolutionären Fortschritt in der Branche dar und definieren die Zukunft des Automobils neu. Der Index wird als Net Total Return Index berechnet. Alle Dividenden werden daher abzüglich einer Steuerquote reinvestiert. Mehr Informationen finden interessierte Anleger unter www.xmarkets.de und www.solactive.com.

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