Neuemissionen | 22.08.2018

Defensiv in den Herbst

Den Lichttechnik-Hersteller Osram, den Zahlungsdienstleister Wirecard und die Google-Mutter Alphabet scheint nichts zu verbinden. Außer dass Anleger Grund haben könnten, mit Vorsicht in den Basiswert einzusteigen. Mit anderen Worten also: ein gutes Umfeld für Express- und Discount-Zerti­fikate, die auch bei stagnierenden Kursen Renditen ermöglichen.

So verschieden die Unternehmen, ihre Entwicklung und ihre Branchen sind, so unterschiedlich sind auch die Gründe für ein vorsichtiges Einsteigen in den Basiswert. Bei Osram sind es die verhaltene Nachfrage aus der Automobilbranche und der schwache Dollar, die das Geschäft und den Kurs belasten. Die Nachfrage nach intelligenten und energieeffizienten Beleuchtungslösungen könnte langfristig für Besserung sorgen – das vorgestellte Express-Zerifikat ermöglicht Erträge auch bei leicht sinkenden Kursen. Etwas anders sieht es bei Wirecard und Alphabet aus: Beide Unternehmen sind in Zukunftsmärkten aktiv, die auch in den kommenden Jahren signifikantes Wachstum ermöglichen sollten.  Doch mit jedem stolz verkündeten guten Ergebnis steigt auch der Druck, dies künftig wiederholen zu müssen, um die Markterwartungen nicht zu enttäuschen. Zudem könnten Anleger die Kursrallye zu Gewinnmitnahmen nutzen und damit die Kurse belasten. Anleger, die mit Discount-Zertifikaten in die beiden Basiswerte einsteigen, haben durch den Preisnachlass im Bereich von jeweils um 25 Prozent einen Renditevorsprung und könnten damit sogar das eine oder andere leichte Nachgeben der Kurse verkraften.

Osram
mit 9,50 % Chance p. a.

Express-Zertifikat
WKN DB9ULW
Basiswert Osram
Einlösungsbetrag 109,50; 119,00; 128,50; 138,00; 147,50 EUR
Bewertungstage 03.09.2019, 02.09.2020, 01.09.2021, 01.09.2022, 01.09.2023
Einlösungsschwelle 100 %, 95 %, 90 %, 85 %, 65 %
Barriere 65 %
Emissionstag 14.08.2018
Laufzeit 01.09.2023 (falls nicht vorzeitig getilgt)
Ausgabekurs* 101,50 EUR

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Osram habe sich, so Vorstandschef Olaf Berlien, in ­einem schwierigen Marktumfeld gut behauptet und im dritten Quartal auf vergleichbarer Basis den Umsatz auf Vorjahresniveau halten können. Vor allem die schwächelnde Nachfrage der Automobilindustrie verhinderte ein besseres Ergebnis. Mit Einsparungen von bis zu 140 Mio. Euro bis 2020, Kooperationen (beispielsweise mit Continental) und dem Verkauf des Leuchtengeschäfts will Osram wieder mehr Dynamik ins Business bringen. Trotz nach unten korrigierter Prognosen für 2018 ist der Vorstand überzeugt, dass die langfristigen Wachstumschancen intakt sind.

Wirecard
mit 24,94 % Discount

Discount-Zertifikat
WKN DS4MV2
Basiswert Wirecard
Höchstbetrag/Cap 140,00 EUR
Discount 24,94 %
Max. Rendite 8,75 % p.a.
Quanto nein
Laufzeit 19.09.2019
Briefkurs* 127,23 EUR

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Die Tage, an denen der Finanzdienstleister Wirecard nur im TecDax notiert war, scheinen gezählt: Beobachter erwarten, dass das Unternehmen Anfang September mindestens in den MDax, möglicherweise sogar gleich in den Dax aufrückt. Die für das zweite Quartal vorgelegten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Dabei sei das Umsatzplus von stolzen 40 Prozent noch nicht das Ende der Fahnenstange. „Das Wirecard-Wachstum der nächsten zehn Jahre wird das der vergangenen zehn Jahre deutlich in den Schatten stellen“, ist sich der Vorstandsvorsitzende Markus Braun sicher. Wirecard will vor allem von der Digitalisierung profitieren, denn erst 1,5 Prozent aller weltweiten ­Zahlungsvorgänge seien derzeit vollständig digital.

Alphabet
mit 25,11 % Discount

Discount-Zertifikat
WKN DS5LUJ
Basiswert Alphabet
Höchstbetrag/Cap 980,00 USD
Discount 25,11 %
Max. Rendite 4,75 % p.a.
Quanto nein
Laufzeit 19.09.2019
Briefkurs* 821,23 EUR

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Aktuell scheint nichts und niemand die Google-Mutter Alphabet stoppen zu können: Hätte die EU nicht eine Rekord-Strafe von 4,34 Mrd. Euro gegen den Suchmaschinen-Konzern verhängt, wäre im zweiten Quartal der Gewinn mit 32 Prozent sogar noch stärker gewachsen als der Umsatz (25 Prozent). Diese Strafe ist die zweite ihrer Art in kurzer Zeit, denn bereits 2017 musste das Unternehmen 2,42 Mrd. Euro an die Gemeinschaft zahlen. Trotz umfangreicher Maßnahmen zur Verbreiterung des ­Geschäftsmodells sind es nach wie vor die Einnahmen aus der Online-Werbung, die die Erlöse sprudeln lassen und den Aktienkurs Ende Juli auf 1268 Dollar ­katapultierten. Beeindruckte Beobachter sprechen gar von der „Gelddruckmaschine Google“.

*Ausgabekurse inkl. Ausgabeaufschlag und Briefkurse vom 15.08.2018, Quelle: Deutsche Bank AG

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