Aufbruchsstimmung | 29.01.2019

Neuemissionen

Nach dürren Zeiten zum Jahresende ist mit dem Jahreswechsel auf den Märkten wieder etwas mehr Optimismus eingekehrt und manches Renditepflänzchen beginnt zu sprießen. Weil jedoch gerade junge Triebe besonders empfindlich gegen Rückschläge sind, sollten Anleger nach den Korrekturen den Einstieg mit Zertifikaten in Erwägung ziehen, um an deren abweichenden Renditeprofilen partizipieren zu können.

Aufbruchsstimmung

Gerade in unsicheren Zeiten sollten Anleger Zertfikate in ihre Investmentüberlegungen einbeziehen. Denn Produkte wie die drei hier vorgestellten bieten auch dann attraktive Renditeoptionen, wenn die Kurse stagnieren oder gar sinken. Die beiden Express-Zertifikate auf Kraft Heinz und Micron Technology bieten die Chance auf eine vorzeitige Einlösung zu 110 bzw. 113 Dollar nach bereits einem Jahr, wenn ihr Basiswert dann mindestens auf seinem Stand bei Emission des Zertifikats notiert. Ist dies nicht der Fall, laufen sie weiter, wobei die Einlösungsschwellen mit jedem Jahr sinken und die Auszahlungsbeträge steigen. Bei beiden Zertifikaten entstehen erst dann Verluste, wenn ihr Basiswert am Laufzeitende um 35 Prozent oder mehr gegenüber seinem Stand bei Auflegung gefallen sein sollte. Das Teil-Kapitalschutz-Zertifikat bietet eine 1:1-Teilnahme am Kurs der Deutschen Post zwischen 90 Prozent (Kapitalschutzschwelle) und 140 Prozent (Cap) des Kurses bei Emission des Zertifikats. Dadurch wissen Anleger von Anfang an, dass sie am Laufzeitende nach vier Jahren – je nach Kursentwicklung der Post-Aktie – mindestens 90 Euro und höchstens 140 Euro pro Zertifikat erhalten.

The Kraft Heinz Company
mit Chance auf 10,00 % p.a.

Express-Zertifikat
WKN DB9USW
Basiswert The Kraft Heinz Company
Einlösungsbetrag 110,00; 120,00; 130,00; 140,00; 150,00 USD
Einlösungsschwelle 100,00 %, 95,00 %, 90,00 %, 85,00 %, 65,00 %
Barriere 65,00 %
Emissionstag 05.02.2019
Laufzeit 16.02.2024 (falls nicht vorzeitig getilgt)
Ausgabekurs* 101,50 USD

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Mit Heinz Ketchup, Baked Beans, dem Frischkäse Philadelphia oder Weight-Watchers-Fertigmahlzeiten hat der 2015 aus der Fusion von Kraft und Heinz entstandene fünftgrößte Lebensmittelkonzern der Welt einige der zugkräftigsten Markenprodukte der Lebensmittelbranche im Portfolio. Mit einem Plus von 1,6 Prozent fiel das Umsatzwachstum im 3. Quartal 2018 allerdings eher müde aus. Einmalfaktoren und Investitionen in einen verbesserten Service hätten das Quartalsergebnis belastet. Für Konzernchef Bernardo Hees sind das tem­poräre Erscheinungen: „Wir sind gut aufgestellt, um auch in Zukunft ein nachhaltiges und profi­tables Wachstum zu erzielen“. Seit Jahresbeginn geht es mit der zuvor schwächelnden Aktie wieder aufwärts.

Micron Technology
mit Chance auf 13,00 % p.a.

Express-Zertifikat
WKN DB9USX
Basiswert Micron Technology
Einlösungsbetrag 113,00; 126,00; 139,00; 152,00; 165,00 USD
Einlösungsschwelle 100,00 %, 95,00 %, 90,00 %, 85,00 %, 65,00 %
Barriere 65,00 %
Emissionstag 05.02.2019
Laufzeit 16.02.2024 (falls nicht vorzeitig getilgt)
Ausgabekurs* 101,50 USD

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Nachdem die Aktie des Herstellers von Speicherchips aus Idaho Ende Mai 2018 mit 54 Dollar auf ein Allzeithoch gestiegen war, sank der Wert bis auf 26 Dollar Ende Dezember. Seitdem hat eine Erholungsphase eingesetzt. Das operative Geschäft scheint davon wenig betroffen, denn für das am 29. November zu Ende gegangene erste Quartal 2019 steht ein Umsatzzuwachs von 16 Prozent zu Buche. CEO Sanjay Mehrotra spricht zwar von kurzfristig schwacher Nachfrage, sieht langfristig jedoch gute Perspektiven für die Halbleiter- und Speicherbranche und damit für sein Unternehmen. Möglicher­weise liegt er damit richtig, denn ganz gleich ob Smart Home, Internet of Things oder Industrie 4.0 – alle diese Innovationen brauchen Rechenleistung und Speicher.

Deutsche Post
mit 90,00 %
Kapitalschutz

Teil-Kapitalschutz-Zertifikat
WKN DB9USV
Basiswert Deutsche Post
Kapitalschutz 90,00 %
Cap 140,00 %
Emissionstag 05.02.2019
Laufzeit 02.02.2023
Ausgabekurs* 101,50 EUR

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Nach einem schwierigen Jahr 2018 für die Aktie der Deutschen Post verliehen Mitte Januar Medienberichte über eine bevorstehende Portoerhöhung zum 1. April dem Wert wieder Schub. Höhere Einnahmen könnte die Post gut gebrauchen, denn das Briefgeschäft lag in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2018 um 2 Prozent unter Vorjahr. Dagegen legten Paket- und Expresszustellungen je um fast 7 Prozent zu. Besserung stellt der Vorstand für das kommende Jahr in Aussicht, in dem das eingeleitete Restrukturierungsprogramm zählbare Ergebnisse liefern soll: „Für das Jahr 2020 erwarten wir unverändert ein Konzernergebnis von über 5,0 Mrd. Euro“. Das wäre eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem Geschäftsjahr 2018, für das mit einem EBIT von 3,2 Mrd. Euro gerechnet wird.

* Kurse vom 16.01.2019 inkl. Ausgabeaufschlag, Quelle: Deutsche Bank AG

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