Serie: Zertifikat statt Aktie | 29.01.2019

Puma – auf dem Sprung

Zwar ist Puma weltweit „nur“ die Nummer drei unter den Sportartikelherstellern, bei der Kursentwicklung im vergangenen Jahr hat das Unternehmen die umsatzstärkeren Konkurrenten Nike und adidas jedoch klar abgehängt. Nach den Korrekturen zum Jahresende könnte ein guter Zeitpunkt für einen Einstieg in die Aktie gekommen sein.

PUMA
DISCOUNT-ZERTIFIKAT
WKN DS30UL
Name Puma SE Discount-Zertifikat
Brief 388,45 EUR
Cap 420,00
Laufzeit 19.12.2019
Stand 19.02.2019 15:29:06 Quelle: Deutsche Bank AG

Beim Vergleich der Wertentwicklung der Puma-Aktie im vergangenen Jahr mit dem MDax, in dem sie gelistet ist, geht der Sportartikler klar als Erster durchs Ziel – mit einem beeindruckenden Vorsprung von knapp 40 Prozent. Und der wäre sogar noch höher ausgefallen, hätte nicht die allgemein schwache Konjunktur der Bekleidungs- und Modebranche den Kurs Mitte Dezember um mehr als 10 Prozent nach unten gezogen. Nach schwierigen Jahren hat das in der fränkischen Provinz beheimatete Unternehmen 2017 erstmals Umsätze von mehr als 4 Mrd. Euro erzielt und den Gewinn auf 136 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Dank guter Quartalszahlen hob der Puma-Vorstand im Oktober die Prognose für 2018 an. Puma-Vorstandschef Bjørn Gulden: „Die Umsätze und die Profitabilität sind im dritten Quartal 2018 weiterhin stark angestiegen und lagen damit leicht über unseren Erwartungen.“ Das Umsatzplus im Geschäftsjahr 2018, dessen Ergebnisse Mitte Februar veröffentlicht werden, soll jetzt zwischen 14 und 16 Prozent betragen und damit 2 Prozentpunkte über früheren Prognosen liegen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Zielgruppe der 16- bis 24-Jährigen. Zugang zu dieser Altersklasse sollen Puma vor allem prominente Partner verschaffen. Neben Ausrüsterverträgen mit Fußballvereinen wie Borussia Dortmund, den FC Arsenal und den AC Milan oder einer Kooperation mit Porsche setzt Puma vor allem auf sportfremde Prominente mit hoher Reichweite in Social Media wie die Schauspielerin Selena Gomez und das ­Model Cara Delevingne. Deren Auftreten in Puma-Produkten soll dann über Influencer wie Blogger, Vlogger und Medien zu den Endkunden dringen. Eine besondere Rolle spielt dabei Jay Z. Der Musiker und Unternehmer, der unter anderem den Musik-Streamingdienst TIDAL betreibt, leitet als Kreativ­direktor die Rückkehr der Franken in den Basketballsport und bekommt dafür gar einen Privatjet zur Verfügung gestellt. Das scheint zu funktionieren, denn die ersten Basketball-Produkte von Puma nach 20 Jahren kamen gut an. Hintergrund ist, dass die Umsätze der Basketballliga NBA deutlich schneller wachsen als die anderer US-Sportarten.

gute perspektiven in müder Branche

Trotz guter Aussichten für Puma selbst sollte nicht vergessen werden, dass die Aktie auch dem Einfluss der Gesamtbranche unterliegt, die sich derzeit nur wenig dynamisch präsentiert. Sollte dieser Trend anhalten, könnte auch die Performance der Puma-Aktie an Tempo verlieren. Durch den gegenüber der Aktie um 15 Prozent verbilligten Einstieg, mit dem das Discount-Zertifikat DS30UL ausgestattet ist, genießen Anleger einen Renditevorsprung gegenüber der Direktanlage. Sie können auch dann eine zweistellige, allerdings auf einen Höchstbetrag von 500 Euro begrenzte Rendite erzielen, wenn die Puma-Aktie auf der Stelle treten sollte. Direktanleger hätten in diesem Fall das Nachsehen.

PUMA Chart
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