Finanzwetterkarte

Im Sog der Sorgen

Zum Ende des Jahres überwogen die Sorgen über eine Abkühlung der Weltwirtschaft den Optimismus vieler Investoren. Befeuert wurden die Rezessionsängste von den Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, von der Annäherung der Renditen kurz- und langfristiger US-Anleihen und vom Schwächeln wichtiger Frühindikatoren.

Indexdaten weltweit 01/19

Markt im Fokus: USA

Den größten Kursrutsch seit dem 10. Oktober erlebte der Dow Jones Index am 4. Dezember 2018, nämlich um 3,10 Prozent auf knapp über 25 000 Punkte. Unter der Ausverkaufsstimmung litten insbesondere die Technologiewerte, die ohnehin als besonders anfällig gegenüber wirtschaftlichen Schwankungen gelten. Vor allem die Konjunktursorgen und der Zweifel an der Nachhaltigkeit des jüngsten Handelsdeals mit China sowie die Furcht, dass Groß­britan­nien die Europäische Union ohne ein Abkommen verlassen könnte, sorgten für einen vorübergehenden Rückzug zahlreicher Anleger aus dem Aktienmarkt. Zudem drückte auch der Anleihenmarkt auf die ohnehin schlechte Stimmung, denn erstmals seit elf Jahren ­lagen die Renditen von zwei- und dreijährigen US-Anleihen höher als die im fünfjährigen Bereich. Dieses ungewöhnliche Phänomen wiederum diente als zusätzliches Rezessionssignal und erhöhte den Sog der Sorgen.

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