Fischers Fritz | 14.12.2018

Anlagethema Aquakultur

Der altbekannte Zungenbrecher-Spruch hat nach Meinung der Betreiber von Aquakulturen ausgedient, denn schon bald werden aufgrund des stetig steigenden Fischkonsums mehr Fische gezüchtet als gefischt. Gerade Anleger des Zertifikats auf den Nordic Fish Farmer Index dürften sich angesichts des zurückliegenden Wertzuwachses freuen und feiern den ersten Geburtstag.

Fischers Fritz  züchtet jetzt Fische

Genau ein Jahr nach seiner Emission kann das Index-Zertifikat auf den Nordic Fish Farmer Index mit einer bemerkenswerten Performance auftrumpfen: Notierte das Fischzucht-Barometer zum Start am 6. Dezember 2017 bei 100 Punkten, durften sich nun ein Jahr später viele Marktteilnehmer über einen Wertzuwachs zum 5. Dezember 2018 auf 163,24 Punkte freuen.

Der Index enthält derzeit sieben Unternehmen, die ihre Erträge in den Bereichen Fischzucht, Fischfang, Fischzuchtanlagen sowie Verpackung und Vertrieb von Fisch erwirtschaften. Entsprechend konzentriert sich der Nordic Fish Farmer Index auf die Unternehmen Austevoll Seafood, Bakkafrost, Grieg Seafood, Lerøy Seafood, Marine Harvest, Norway Royal Salmon und SalMar, deren Heimatbörse Oslo ist.

Alle sechs Monate wird die Zusammensetzung des Index überprüft. Die Dividenden, die die in ihm enthaltenen Unternehmen ausschütten, werden nach Steuerabzug in das X-markets-Zertifikat (WKN DM9SEA) auf den Nordic Fish Farmer Index reinvestiert.

Immenser Appetit auf Fisch

Zahlreiche Analysten gehen davon aus, dass der Fischverzehr auch weiterhin deutlich zunehmen und der weltweite Appetit auf Fisch auf längere Sicht anhalten wird.

Da das Ökosystem in vielen Regionen durch den immensen Fischfang bereits nachhaltig geschädigt ist und ganze Fischarten stark bedroht sind, wächst die Bedeutung des in sogenannten Aquakulturen gezüchteten Fischs. Entsprechend wird in absehbarer Zeit wohl mehr Fisch aus solchen Kulturen auf die Teller wandern als aus den Meeren, Flüssen und Seen dieser Welt.

Fischfang versus Aquakultur

Aufstieg des Lachses

Betrug der Pro-Kopf-Konsum von Fisch weltweit im Jahr 2010 noch 18,5 Kilogramm, so soll er in diesem Jahr bereits bei 20,7 Kilogramm liegen. Nach Aussagen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) belief sich der weltweite Fischverzehr 2010 auf 128,1 Millionen Tonnen, wird aber im Jahr 2018 voraussichtlich auf 157,6 Millionen Tonnen ansteigen.

Zählte beispielsweise der Lachs vor einigen Jahren noch zu den seltener gekauften Delikatessen, nimmt er mittlerweile längst einen Platz unter den Massenprodukten ein und ist zum Lieblingsfisch der Deutschen avanciert.

Revolutionierende Lachszucht

Doch die auf der ganzen Welt zunehmende Nachfrage nach Fisch kann nur bedient werden, wenn mehr oder größere Fischfarmen die Produktion aufnehmen. Da es daneben auch gilt, Probleme wie Platzmangel und Krankheitsbefall zu lösen, experimentieren die großen Produzenten derzeit mit Lachsfarmen im Ozean. Sie beabsichtigen, die Lachszucht mit Fabrikschiffen auf dem offenen Meer zu revolutionieren.

Des Anlegers Glück

Aus Anlegersicht könnte dieser Boom eine Chance sein, denn obwohl es sich bei der Lachsproduktion um einen Nischenmarkt handelt, sind die einzelnen börsennotierten Unternehmen keine Nebenwerte. So kommt zum Beispiel der weltweit größte Produzent von Zuchtlachs, Marine Harvest aus Norwegen, auf eine Marktkapitalisierung von über 10,5 Milliarden Euro. Damit übertreffen die Norweger immerhin Dax-Werte wie ThyssenKrupp, Covestro, Lufthansa oder Deutsche Post.

 

Nordic Fish Farmer Index Chart

AUF EINEN BLICK
WKN DM9SEA
Name Nordic Fish Farmer Index Zertifikat
Brief 153,00 EUR
Bezugsverhältnis 0,99
Ausstellungsdatum 06.12.2017
Stand 24.01.2019 08:15:39 Quelle: Deutsche Bank AG
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