Z statt A | 14.12.2018

In Bewegung – Carl Zeiss Meditec

Ende der 90er Jahre hervorgegangen aus einem der traditionsreichsten Hersteller optischer Präzisionsgeräte, produziert Carl Zeiss Meditec hauptsächlich Geräte für medizinische Diagnosen und Anwendungen. Im Jahr 2018 konnte das seit 2007 im TecDax geführte Unternehmen seinen Referenzindex deutlich outperformen. Anleger, die jetzt per Discount-Zertifikat einsteigen, können sogar bei stagnierenden Kursen Erträge erwirtschaften.

Die medizintechnische Abteilung von Carl Zeiss wurde bereits 1912 gegründet, seit 2002 ist Carl Zeiss Meditec (CZM) an der Börse, fünf Jahre später gelang der Sprung in den TecDax. Das Produktportfolio des thüringischen Unternehmens umfasst „Komplettlösungen zur Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten sowie innovative Visualisierungslösungen für die Mikrochirurgie“. Mit der Übernahme von IanTECH aus den USA Ende Oktober sehen sich die Jenenser auf dem Weg zum „globalen Innovationsführer und Lösungsanbieter für das gesamte Spektrum der Augenheilkunde“. Für Vorstandschef Dr. Ludwin Monz liegt der Vorteil des von IanTECH entwickelten Verfahrens in seiner einfachen Anwendbarkeit in der Kataraktchirurgie. So könnten Risiken verringert und Behandlungsergebnisse verbessert werden.

DISCOUNT-ZERTIFIKAT
WKN DS8G80
Name Carl Zeiss Meditec AG Discount-Zertifikat
Brief 57,86 EUR
Cap 58,00
Laufzeit 19.12.2019
Stand 15.07.2019 21:56:14 Quelle: Deutsche Bank AG

Auf dem Parkett sehen das offenbar viele Marktteilnehmer ähnlich, denn seit Jahresbeginn befand sich die Aktie lange Zeit in einer Aufwärtsbewegungung und hat trotz Verlusten im Herbst bis Ende November 18 Prozent zugelegt. Der TecDax trat im gleichen Zeitraum mit einem Plus von knapp 0,25 Prozent auf der Stelle. Von seinem Mitte August erreichten Allzeithoch bei 76 Euro ist die CZM-Aktie mit 61 Euro aktuell weit entfernt, doch könnte dies eher eine Momentaufnahme sein, denn der letzte Ausbruch scheiterte Anfang November erst bei 73 Euro. Zudem hat der Vorstand trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Bedingungen Ende Oktober die zuvor angehobene Gewinnprognose bestätigt.

Ob dies ausreicht, um das Papier ein neues Allzeithoch erklimmen zu lassen, wird sich zeigen. Die meisten Analysten scheinen eher zurückhaltend bis leicht positiv gestimmt zu sein, gehen aber beispielsweise bei ihren KGV-Schätzungen für 2018 von einem gegenüber dem Vorjahr (28,05) deutlich verbesserten Wert aus.

lieber vorsichtiger agieren

Doch auch wenn das Unternehmen im am 30. September 2018 zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2017/18 mit einem Umsatzplus von 7,6 Prozent und einem um 9 Prozent gestiegenen EBIT gegenüber dem Vorjahr zulegen konnte, könnte sich angesichts der politischen und weltwirtschaftlichen Risiken ein vorsichtigeres Agieren empfehlen. Gerade längerfristige Investitionsgüter bekommen Unsicherheiten besonders stark zu spüren.

Durch den Abschlag von 17 Prozent auf den Aktienkurs ist das Discount-Zertifikat mit der WKN DS8G80 gegenüber einem Direktinvestment klar im Vorteil, wenn die CZM-Aktie nicht vorankommen sollte. Anders als bei der Direktanlage sind nicht steigende Kurse ertragsentscheidend, sondern das Erreichen bzw. Überschreiten des Höchstbetrags von 58 Euro am Laufzeitende. Kommt es dazu, steht eine schöne Rendite zu Buche. Um vor Überraschungen sicher zu sein, sollten Anleger übrigens auch die Marktmeinung zur Aktie mithilfe der Sentifi-Analysen auf www.xmarkets.de im Auge behalten.

 

Carl Zeiss Meditec Chart

 

Aktie und Zertifikat im Vergleich - Carl Zeiss Meditec

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