Finanzwetterkarte

Grüne Welle, aber...

... die weltweit hohe wirtschaftspolitische Unsicherheit, bedingt etwa durch die internationalen Handelskonflikte und den Brexit, hat in den vergangenen Monaten zu einer Entschleunigung der konjunkturellen Dynamik geführt und vor allem den Konjunkturoptimismus in Deutschland zusehends gedämpft.

Indexdaten Weltweit

Markt im Fokus: Deutschland

„Die deutsche Wirtschaft befindet sich im ­Abschwung“, erklärte das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) Mitte Juni. Zu dieser oder einer ähnlich klingenden Erkenntnis ­kamen weitere führende Institute. Auch der Monatsreport des deutschen Wirtschafts­ministeriums sparte nicht mit mahnenden Worten und ließ verlauten, dass die Binnenkonjunktur weiter intakt sei, aber die export-orientierte Industrie eine Durststrecke durch­lebe. So rechnen die Ökonomen des IfW nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 0,6 Prozent in diesem und 1,6 Prozent im kommenden Jahr. Auch das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) senkte seine Konjunkturerwartungen und prognostiziert für das laufende Jahr nur ein Plus von 0,5 Prozent. Für 2020 wurde die Prognose von 2,0 auf 1,8 Prozent gesenkt. Dem Deutschen Aktienindex waren die Unsicher­heiten zuletzt deutlich anzumerken. Dennoch schwang er sich im Jahresverlauf bis Mitte Juni auf ein Plus von etwa 15 Prozent empor.

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