Europa – Kontinent für Anleger | 28.06.2019

Tour d’Europe

In den 70er und 80er Jahren gehörten sie ganz selbstverständlich zum Erscheinungsbild in vielen europäischen Städten – rucksackbepackte junge Menschen, die mit Interrail-Pass zum Pauschalpreis per Zug kreuz und quer durch Europa reisten. Wohl kaum eine Maßnahme hat Europa so greifbar gemacht wie diese. Anleger von heute haben es einfacher, denn sie können per Zertifikat ganz bequem zu den spannendsten Anlage- destinationen des Kontinents reisen. Gerade ihnen hat Europa viel zu bieten.

Heute sind nicht nur die Reiseziele junger Menschen exotischer, sondern auch die vieler Privatanleger auf der Suche nach Ren­diten. Und tatsächlich: Aufstrebende außer­europäische Märkte scheinen mehr Dynamik zu versprechen als die entwickelten auf dem Heimatkontinent. Doch beim genaueren Hinschauen offenbaren sich schnell die Vorteile Europas als An­lageregion. Mit über 530 Millionen Einwohnern und einem Bruttoinlandsprodukt von 19 Billionen Dollar ist der Europäische Binnenmarkt – zu dem aufgrund bilateraler Verträge auch die Schweiz gehört – der größte Markt der Welt. Ein weitgehend freier Dienstleistungs- und Warenverkehr, einheitlich hohe Anforderungen beim Verbraucher- und Umweltschutz, aber auch bei Arbeitnehmerrechten und der sozialen Verantwortung wirtschaftlichen Handelns, gut ausgebildete Arbeitnehmer und stabile politische Verhältnisse – all das sind Qualitäten, durch die sich Europa auszeichnet und die gerade für nachhaltig orientierte Anleger große Bedeutung haben. Und auch die Kurse etlicher Unternehmen können sich mit denen anderer Regionen durchaus messen.

Adyen mit 24,84 % Discount
WKN DC5R4P
Name Adyen N.V. Discount-Zertifikat
Brief 530,48 EUR
Cap 550,00
Laufzeit 18.06.2020
Stand 15.07.2019 22:49:49 Quelle: Deutsche Bank AG

Los geht die Reise zu einigen der spannendsten Anlagedestinationen des Kontinents in den Niederlanden. Das Nachbarland ist einer der wichtigsten und engsten Partner Deutschlands und entlang der deutsch-niederländischen Grenze kann der Beobachter erleben, wie unkompliziert und vorteilhaft ein „kleiner Grenzverkehr“ funktionieren kann. Selbst beim Fußball – jahrzehntelang ein dankbares Thema an den Stammtischen – herrscht inzwischen eine freundliche Rivalität mit viel Ironie. Mit Ausfuhren im Wert von 722 Mrd. Dollar belegen die Niederlande Platz fünf unter den größten Exportnationen der Welt. Mit einem Anteil von rund einem Viertel ist Deutschland der größte Abnehmer niederländischer Produkte. Auch sonst scheinen die Perspektiven vielversprechend zu sein: So verlegen beispielsweise die beiden japanischen Elektronikriesen Sony und Panasonic Brexit-bedingt ihre europäischen Hauptniederlassungen von den Ufern der Themse an die Grachten Amsterdams. Beim Export haben die Holländer die Briten (485 Mrd. Dollar) ohnehin bereits deutlich abgehängt.

(Börsen-)stern aus amsterdam

Zu den absoluten Stars nicht nur auf dem Amsterdamer Börsenparkett zählt derzeit der Zahlungsabwickler Adyen. Und das übrigens nicht erst seit gestern: Dem 2006 gegründeten Unternehmen wurde recht schnell ein bedeutendes Potenzial zugetraut, denn immerhin gehörten Twitter-Mitbegründer Jack Dorsey und Facebook-Chef Mark Zuckerberg zu den ersten Investoren. Die Zahlen, die das Unternehmen im Februar für das Geschäftsjahr 2018 vorlegte, sorgten bei der Konkurrenz für Schnappatmung und bei Aktionären und Marktbeobachtern für glänzende Augen. Ein Plus von 63 Prozent beim Umsatz (1,65 Mrd. Euro), ein Zuwachs beim operativen Gewinn (EBITDA) von +83 Prozent (181,9 Mio. Euro), um 60 Prozent auf 348,9 Mio. Euro gesteigerte Umsatzerlöse und ein Transaktionsvolumen, das mit 159 Mrd. Euro 47 Prozent über dem Vorjahr lag – kaum ein Analyst, dem dabei nicht warm ums Herz wurde. Das Geschäft, kommentierte das Handelsblatt etwas verwundert, laufe fast von alleine. Aber damit nicht genug der guten Fakten: Denn selbst die schönsten Bilanzen sind nur halb so attraktiv, wenn der Aktienkurs nicht mitmacht. Doch auch was die Kursperformance betrifft, konnte Adyen mehr als überzeugen: Mit einem Plus Mitte Juni von 50 Prozent im Kalenderjahr 2019 hat das Unternehmen den Euro Stoxx 50 deutlich abgehängt, denn der kam lediglich auf einen – für sich beachtlichen – Zuwachs von 12 Prozent. Das Bessere ist eben doch des guten Feind.

schnell, schneller, adyen

Wie schafft Adyen das, denn die Geschäfte, so viel ist sicher, laufen durchaus nicht von alleine. Zunächst ist da einmal eine beeindruckende Kundenliste mit Weltmarken wie Netflix, Spotify oder L’Oréal. Auch für den Online-Bezahldienst PayPal und sein chinesisches Pendant Alipay ist Adyen tätig. Die Kommissionen, die Adyen für seine Services kassiert, sind zwar nur klein, aber die Masse macht’s. Das Unternehmen selbst führt seinen Erfolg auf eine etwas nebulöse „Adyen-Formel“ zurück. Es ist nicht ganz klar, was es darunter versteht, auf jeden Fall sei Gewinnen wichtiger als das Ego. Vor allem aber sei man schnell: „Wir denken schnell. Wir arbeiten schnell. Wir erreichen schnell die Marktreife.“ Zudem profitiert Adyen von zwei langfristigen externen Faktoren: Zum einen ist E-Commerce ein weltweiter Wachstumsmarkt, an dem längst nicht nur klassische Handelsunternehmen und -plattformen, sondern mehr und mehr auch Hersteller und Direktanbieter beteiligt sind. Damit wird die zuverlässige und reibungsfreie Abwicklung von Zahlungsströmen eine Notwendigkeit für immer mehr Unternehmen überall auf der Welt. Zum anderen verpflichtet die seit dem 13. Januar 2018 gültige überarbeitete Zahlungsrichtlinie (PSD2) der Europäischen Union traditionelle Banken, Fintechs, Finanz-Start-ups und anderen Nichtbanken, Schnittstellen zu den kontoführenden Banken zur Verfügung zu stellen – mit dem klaren Ziel, diese Drittanbieter zu stärken. Zu diesen Geschäftsbanken zählt beispielsweise auch die ebenfalls niederländische ING Groep (siehe Seite 34) mit ihrem starken Endkundengeschäft in Deutschland.

neue netze für mehr daten

Damit diese schöne neue Zahlungswelt auch funktionieren kann, müssen leistungsfähige und sichere Datennetzwerke enorme Mengen an Daten von und zu einer riesigen Menge unterschiedlichster Endgeräte transferieren können. Zu den Unternehmen, die das möglich machen, gehört der finnische Netzwerkausrüster Nokia, weshalb wir auf unserer Anlegerreise durch Europa die Nordseeküste verlassen und an der finnischen Ostseeküste Station machen. Genauer gesagt in Espoo, Finnlands zweitgrößter Stadt, unweit von Helsinki. Im ersten Quartal schockierte Nokia die Märkte mit einem Quartalsverlust von 60 Mio. Euro – verursacht vor allem durch den ruinösen Preiswettbewerb in der Netzwerkbranche. Dafür sorgte die Nachricht, dass Softbank, der führende Telekomkonzern Japans und das zweitgrößte Unternehmen des Landes, Nokia als einen Hauptpartner mit dem Aufbau des schnellen mobilen Datennetzes 5G beauftragt hat, wieder für gute Stimmung. Wie ernst es Japan beim Umstieg auf den neuen Datenstandard ist, zeigt die Tatsache, dass die 5G-Frequenzen dort, anders als in Deutschland, kostenlos abgegeben wurden. Dass die technikaffinen Japaner den neuen Standard nicht annehmen, steht ohnehin nicht zu befürchten. Auch die Tatsache, dass 5G-Antennen u.a. auf den vielen Verkehrsampeln des Landes stationiert werden und deren Stromversorgung gewährleisten sollen, spielt Nokia in die Karten. An öffentlicher Unterstützung sollte es nicht fehlen, denn im von Naturkatastrophen geplagten Japan haben funktionierende und resistente Telekommunikationsnetze eine hohe Priorität. Entsprechend ist nicht nur Nokia-CEO Rajeev Suri für das Gesamtjahr 2019 zuversichtlich. Auch viele Analysten sehen bei ­Nokia derzeit Potenzial.

Nokia mit 13,96 % Discount
WKN DC5R28
Name Nokia Corp. Discount-Zertifikat
Brief 3,91 EUR
Cap 4,50
Laufzeit 17.09.2020
Stand 15.07.2019 22:49:49 Quelle: Deutsche Bank AG

Trotz sonnigerer Aussichten für Finnlands bekanntestes Unternehmen ist der Sommer im Baltikum noch nicht so weit fortgeschritten, dass ein Abstecher in den Südosten Europas nicht höchst willkommen wäre. Höchste Zeit für einen Besuch in Spanien. Das Land stellt nicht nur für Erholungssuchende und bildungshungrige Touristen sowie für Freunde taktisch anspruchsvollen und technisch hochklassigen Fußballs ein attraktives Reiseziel dar. Es überzeugt auch wieder vermehrt mit ökonomischen Kennzahlen, was inzwischen auch bei vielen Privatanlegern angekommen ist. Nach schwierigen Zeiten hat Spaniens Wirtschaft in den ­vergangenen Jahren eine beachtliche Erholung hingelegt.

geisterstädte und schicke kleider

Natürlich bedeutet das nicht, dass Spaniens Probleme sich in Luft aufgelöst hätten. Immer noch gibt es im ganzen Land Stein gewordene Zeugen einer verfehlten Infrastrukturpolitik: Geisterstädte mit leeren Häusern und Wohnungen, breit ausgebaute Straßen, die ins Nichts führen, und moderne Flughäfen, auf denen keine Maschine startet oder landet. Auch die Auswirkungen eines ungehemmten Massentourismus sind an vielen Stellen des Landes zu spüren. Und schließlich stellen die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens eine Belastung des politischen Systems dar. Und natürlich gehört Spanien zu den am wenigsten dynamischen Regionen des Kontinents, aber die Zahl der ermutigenden Nachrichten nimmt nachhaltig zu. Zwar war die Arbeitslosigkeit mit 13,8 Prozent im April immer noch die zweithöchste in Europa, verglichen mit 2013, als fast 27 Prozent der Spanier ohne Erwerbseinkommen waren, ist der Fortschritt aber gewaltig. Der wichtigste Aktienindex des Landes, der IBEX 35, muss mit einem Kurszuwachs von 8,5 Prozent von Anfang Januar bis Mitte Juni zwar hinter dem Dax zurückstehen, absolut gesehen ist das aber keine schlechte Performance. Anleger, die der spanischen Wirtschaft zutrauen, das Gröbste hinter sich haben, könnten daher gerade jetzt einen Einstieg in den Index erwägen, in dem auch der Bekleidungsgigant Inditex mit seinen weltweit bekannten Marken Zara, Pull & Bear und Massimo Dutti vertreten ist.

Hola España: IBEX 35
WKN DB0QAE
Name IBEX Open End Index Zertifikat
Brief 9,35 EUR
Laufzeit Open End
Quanto
Bezugsverhältnis 0,001
Stand 15.07.2019 22:49:49 Quelle: Deutsche Bank AG

Das geheimnis des Monsieur Arnault

Während sich Inditex an modebewusste Menschen mit begrenztem Budget wendet, sind die zahlreichen Marken des weltgrößten Luxusgüterkonzerns LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton am anderen Ende des Preis- und Qualitätsspektrums angesiedelt. Das Portfolio internationaler Luxusmarken, das LVMH-Vorstandschef Bernard Arnault zum reichsten Franzosen gemacht hat, ist wahrhaft atemberaubend. Ihre Produkte sind fester Bestandteil der Tagträume unzähliger modebewusster Mädchen und Frauen überall auf der Welt. Angeheizt durch begeisterte Berichte von Blogger- und Vloggerinnen, ist für viele von ihnen der Besitz eines dieser Produkte die Erfüllung lang gehegter Wünsche und ein wichtiges Statussymbol. Ob edelste Weine und Champagner, feinste Lederwaren und nahezu unzerstörbares Reisegepäck von Louis Vuitton oder Rimowa, aufregende Haute Couture und businesstaugliches Prêt-à-porter von Dior, Givenchy oder Marc Jacobs, sinnenbetörende Duftkreationen von Guerlain oder Acqua di Parma, edelsteinbesetzte Geschmeide von Bulgari oder ein mechanisches Uhrenkunstwerk von TAG Heuer – Monsieur Arnault weiß ganz genau, was Luxuskunden wünschen. Den Spagat zwischen den glamourösen Traumwelten des Luxuskonsums und den prosaischen Anforderungen eines börsennotierten Unternehmens hinzubekommen ist eine hohe Kunst. Bernard Arnault beherrscht sie wie kaum eine anderer. Er verfügt über das gewisse Je-ne-sais-quoi, das entscheidend ist, um diese Marken so zu führen, dass sie weder verwässern noch erfolglos sind – etwas, an dem selbst Quereinsteiger in die Welt des Luxus mit besonders tiefen Taschen in der Vergangenheit oftmals gescheitert sind. Egal, wie viel Geld sie investierten.

LVMH mit 11,72 % Discount
WKN DC5R1Y
Name LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton SE Discount-Zertifikat
Brief 333,35 EUR
Cap 360,00
Laufzeit 17.09.2020
Stand 15.07.2019 22:49:50 Quelle: Deutsche Bank AG

Beeindruckende Kontinuität

Mit bekannten Marken wie Biotherm, Lancôme oder Kiehl’s ist der weltweit größte Kosmetikhersteller L’Oréal ebenfalls im oberen Segment des Marktes aktiv. Und das ebenso nachhaltig wie höchst erfolgreich, denn die Umsatzsteigerung von 11 Prozent im ersten Quartal 2019 kann sich sehen lassen. Vor allem können die Franzosen eine beeindruckend kontinuierliche Entwicklung vorweisen. Sowohl bei den Geschäftszahlen als auch, was die Dividendenhistorie betrifft, herrschen langfristige Aufwärtstrends. Außerdem überzeugt der Blick auf die Kurs­tafel, denn im Zeitraum 1. Januar bis Mitte Juni hat sich der Wert der L’Oréal-Aktie mit einem Plus von fast 110 Prozent mehr als verdoppelt.

L’Oréal mit 10,36 % Discount
WKN DC5R1A
Name L'Oreal S.A. Discount-Zertifikat
Brief 229,27 EUR
Cap 245,00
Laufzeit 17.09.2020
Stand 15.07.2019 22:49:50 Quelle: Deutsche Bank AG

Zu denen, die sich über den Erfolg von L’Oréal ganz besonders freuen, gehört der Schweizer Nahrungsmittelriese Nestlé, mit einem Anteil von nahezu 30 Prozent zweitgrößter Anteilseigner der Franzosen. Doch auch im eigenen Haus gibt es für Nestlé jede Menge Grund für Zufriedenheit. Mit einem Zugewinn von nahezu 25 Prozent in den ersten fünfeinhalb Monaten des laufenden Jahres steht die Kursentwicklung zwar hinter der von L’Oréal zurück, fällt aber praktisch doppelt so groß aus wie die des Dax im gleichen Zeitraum. Vor allem aber ist sie ähnlich nachhaltig wie die bei L’Oréal: Betrachtet man den Nestlé-Kurs der vergangenen zehn Jahre, ergibt sich ein Zugewinn von beeindruckenden 145 Prozent zwischen Mitte 2009 und Mitte 2019. Auch dass Nestlé zum 23. Mal in Folge die Dividende erhöhte, belegt die Langfristigkeit der Unternehmensentwicklung. Ganz entscheidend für den Nestlé-Erfolg ist das gigantische Markenuniversum mit über 2000 internationalen Marken, das sich die Schweizer geschaffen haben. Produkte der Marken Nescafé, Nesquick, Nestea, Nespresso, Smarties, Yorkie, Lion, KitKat, After Eight, Herta, Wagner Pizza, Buitoni, Maggi, Thomy, Häagen-Dasz, San Pellegrino, Vittel, Perrier oder der zahlreichen anderen Konzernmarken finden sich praktisch in jedem Haushalt. Einiges verspricht sich Nestlé von der Partnerschaft mit der amerikanischen Coffee-Shop-Kette Starbucks, die Ende 2018 verkündet wurde. Im Februar wurden die ersten Produkte der Kooperation vorgestellt: „Das neue Sortiment umfasst 24 Produkte. Darunter sind ganze Bohnen, gerösteter und gemahlener Kaffee sowie die ersten Starbucks-Kapseln, die mit den Kaffee- und Systemtechnologien von Nespresso und Nescafé Dolce Gusto entwickelt wurden“, heißt es in einer Nestlé-Mitteilung. Damit will sich Nestlé nicht nur einen besseren Zugang in den amerikanischen Markt, sondern auch zu einer jungen, zahlungskräftigen Zielgruppe verschaffen. „Mit Nescafé, Nespresso und Starbucks verfügt Nestlé heute über das beste Kaffeeportfolio, um Konsumenten auf der ganzen Welt zu begeistern“, ist man bei Nestlé überzeugt.

Nestlé mit 6,85 % Discount
WKN DC5TEB
Name Nestle S.A. Discount-Zertifikat
Brief 85,96 EUR
Cap 100,00
Laufzeit 17.09.2020
Quanto
Stand 15.07.2019 22:49:51 Quelle: Deutsche Bank AG

weit mehr als nur nestlé

Mit einer Marktkapitalisierung von 275 Mrd. Euro ist Nestlé zwar das größte, bei Weitem aber nicht das einzige interessante Unternehmen der Schweiz und auch nur eine – wenn auch die mit dem größten Gewicht – von 20 Aktiengesellschaften im führenden Index des Landes, dem SMI. Zu den im SMI vertretenen Aktien gehören die der Pharmazieunternehmen Hoffmann-La Roche und Novartis, der Versicherungen Zurich, Swiss Re und Swiss Life, der Banken UBS, Credit Suisse und Julius Bär, aber auch die Papiere des Warenprüfunternehmens SGS sowie des weltweit führenden Aroma- und Duftstoffeherstellers Givaudan, dessen Produkte unter anderem in den Kosmetika von L’Oréal ein­gesetzt werden. Mit Richemont ist zudem eine Luxusholding vertreten, zu der Marken wie Cartier, IWC, A. Lange & Söhne sowie die Onlineversender Net-A-Porter und Mr Porter gehören. Mit einer 2019er-Performance bis zum 20. Juni von +22 Prozent hat der SMI mit gewohnter Schweizer Präzision nicht nur den Dax abgehängt, sondern gegenüber Anlegern auch gute Argumente für einen Einstieg per Index-Zertifikat mit der WKN DB0SM1 vorzuweisen. Politische Stabilität, klare rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen, hohe Sozial-, Umwelt- und Sicherheitsstandards und eine im Verhältnis zu an­deren Staaten gesunde Volkswirtschaft könnten als weitere Gründe für ein Investment in den SMI genannt werden.

Grüezi, Schwiiz: SMI
WKN DB0SM1
Name SMI Open End Index Zertifikat
Brief 88,49 EUR
Laufzeit Open End
Quanto
Stand 15.07.2019 22:49:51 Quelle: Deutsche Bank AG

Krise? welche krise?

Von politischer Stabilität und gesunden Staatsfinanzen kann südlich der Schweizer Grenze keine Rede mehr sein. Italien, die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt, steckt – wie scheinbar immer – in der Krise. So geben die volkswirtschaftlichen Kennzahlen eher Anlass zur Besorgnis denn zur Freude. Anleger sollten das Land deshalb aber keineswegs von ihren Anlageentscheidungen grundsätzlich ausschließen. Denn mit einem Investment beispielsweise in den italienischen Leitindex FTSE MIB investieren sie ja nicht in eine Volkswirtschaft, sondern in die 40 führenden Unternehmen Italiens, darunter Fiat Chrysler Automotives, Ferrari, Enel, Eni und Intesa Sanpaolo – Unternehmen, in denen nach wie vor Profit gemacht wird. Entsprechend muss sich der FTSE MIB mit +12 Prozent im bisherigen Jahr dem Dax nur knapp geschlagen geben.

Servus Österreich: ATX
WKN DB1ATX
Name ATX Open End Index Zertifikat
Brief 30,22 EUR
Laufzeit Open End
Quanto
Bezugsverhältnis 0,010
Stand 15.07.2019 22:49:51 Quelle: Deutsche Bank AG

felix austria? Durchaus

Damit hat der FTSE MIB übrigens deutlich besser abgeschnitten als der österreichische ATX, der es im gleichen Zeitraum nur auf ein Plus von knapp 6,5 Prozent gebracht hat. Zu den 20 ATX-Unternehmen gehören die größte Bank des Landes Erste Group, der Ölkonzern OMV und der Stahlkocher Voestalpine. Auch hier gilt es zu bedenken, dass selbst diese relativ schwächste Wertentwicklung der Länderindizes auf unserer Tour durch die Anlageregionen Europas aktuell mit zinsbasierten Anlageprodukten wie Tagesgeld, Sparbuch & Co. nicht zu erzielen ist. Und so könnte vielleicht auch ein erstes Fazit dieser Europareise aussehen: Trotz mancher Probleme und Unsicherheiten sind in vielen Ländern zahlreiche Unternehmen profitabel und für die Zukunft bestens aufgestellt. Und für Anleger ist das doch eine gute Nachricht, oder?

Ciao Italia: FTSE MIB
WKN DB0GSY
Name FTSE MIB Index X-pert Zertifikat
Brief 22,23 EUR
Laufzeit Open End
Quanto
Bezugsverhältnis 0,001
Stand 15.07.2019 22:49:52 Quelle: Deutsche Bank AG

Etwas erschöpft, aber voll neuer Eindrücke und spannender Investment-Stories ist es Zeit, die Rundreise durch die Anlageregionen Europas zu beenden und auf den heimischen Aktienmarkt zurückzukehren. Denn der hat ebenfalls allerhand zu bieten. Und damit ist in erste Linie nicht einmal der Dax gemeint, denn den haben viele Anleger ja ohnehin bereits im Portfolio. Diejenigen, bei denen das nicht der Fall ist, könnten das Index-Zertifikat mit der WKN DE04YH in Betracht ziehen, das eine 1:1-Teilnahme an der Dax-Wertentwicklung ermöglicht. Im bisherigen Jahresverlauf steht nämlich ein Wertzuwachs von 15 Prozent zu Buche. Darüber hinaus finden sich auf www.xmarkets.de weitere Zertifikate-Strukturen auf den deutschen Leitindex.

DAX mit Bonuschance
WKN DC4ZXX
Name DAX Bonus-Zertifikat mit Cap
Brief 145,18 EUR
Barriere 9500,000
Cap 15500,00
Seitwärtsrendite p.a. 5,60 %
Laufzeit 17.09.2020
Stand 15.07.2019 22:49:52 Quelle: Deutsche Bank AG

Berliner luft

Jedenfalls ist es gut, wieder zu Hause zu sein, auch wenn bei der Landung auf dem Flughafen Berlin-Tegel kurz Ärger über den immer noch nicht eröffneten Hauptstadtflughafen aufkommt. Immerhin, der Frankfurter Konkurrent Fraport hat aus den Berliner Kapriolen gelernt und hält bei seinem Ausbau Zeit- und Kostenrahmen ein. Wie für Lufthansa, Deutschlands Airline Nummer eins, hält X-markets auch für Fraport Anlageprodukte mit unterschiedlichen Anlage- und Renditehorizonte bereit. Auf dem Weg durch die Berliner Innenstadt geht’s vorbei am Sitz von Siemens. Zwar befindet sich die Konzernzentrale in München, doch registriert ist der Weltkonzern beim Amtsgericht Charlottenburg, gegründet wurde er 1847 ohnehin in Berlin. Die Zeiten, in denen Siemens leicht spöttisch, aber auch anerkennend als „langweilige Bank mit angeschlossener Elektronikabteilung“ bezeichnet wurde, sind vorbei. Zeitweise war nicht immer klar, in welche Richtung sich der Mischkonzern mit seinen 380 000 Mitarbeitern bewegen wird, zuletzt dominierten aber positive Meldungen. Wie etwa die, dass Siemens das fünfte Jahr hintereinander eine höhere Dividende als im Vorjahr ausschütten will, oder die, dass die Bahntechniksparte einen Milliardenauftrag aus Russland unter Dach und Fach bringen konnte. Anders als bei anderen Dax-Unternehmen dauerte die im Herbst begonnene Talfahrt der Siemens-Aktie bis in den Februar an, seit Anfang April geriet die 100-Euro-Marke jedoch nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Analysten halten inzwischen auch Kurse bei 125 Euro wieder für möglich. Endlich daheim. Jetzt schnell in die Badewanne und den Reiseschmutz abspülen und dann ab auf www.xmarkets.de und europäische Anlagemöglichkeiten prüfen.

Siemens mit Bonuschance
WKN DC4ZS5
Name Siemens AG Bonus-Zertifikat mit Cap
Brief 111,59 EUR
Cap 140,00
Seitwärtsrendite p.a. 17,42 %
Laufzeit 17.12.2020
Stand 15.07.2019 22:49:52 Quelle: Deutsche Bank AG

Lufthansa

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