Durchstarten | 24.05.2019

Neuemissionen

Dax-Mitglieder gehören zu den beliebtesten Unternehmen in den An­legerportfolios. Innovative und auf den Weltmärkten konkurrenzfähige Produkte, hohe Rechtssicherheit und viel Transparenz sprechen für sie. Allerdings sind auch sie nicht gegen Kursrückgänge gefeit. Durch den Abschlag gegenüber dem Aktienkurs könnten Discount-Zertifikate hier eine renditestarke Alternative zum direkten Einstieg sein.

Durchstarten

So etabliert die Dax-Unternehmen auch sind, so bewährt ihre Geschäftsmodelle, so solide ihre Finanzen, so stark ihre Marken – auch sie haben unter den allgemein nachgebenden Märkten in der zweiten Jahreshälfte 2018 gelitten. Seit Jahresanfang konnte zwar einiges verlorene Terrain wieder zurückerobert werden, trotzdem hat sich wohl mancher Direktinvestor gewünscht, lieber etwas defensiver eingestiegen zu sein. Genau hier setzen Discount-Zertifikate an: Sie bieten einen Abschlag gegenüber dem Aktienkurs und verschaffen Anlegern so einen Renditevorsprung. Als Ausgleich dafür ist die Teilnahme an steigenden Aktienkursen auf einen Höchstbetrag begrenzt. Auch bei den hier vorgestellten Unternehmen könnte sich ein Investment per Discount-Zertifikat als sinnvoll erweisen. Denn obwohl sowohl Fresenius Medical Care als auch Vonovia und Wirecard einen guten Start ins Jahr hingelegt haben, steigende Umsätze vorweisen können und über intakte Perspektiven verfügen, sind sie dennoch den andauernden politischen Unsicherheiten ausgesetzt und könnten beispielsweise von eskalierenden Handelskonflikten in Mitleidenschaft gezogen werden. Wäre dies der Fall, könnten Discount-Zertifikate moderate Rücksetzer abfedern.

Fresenius Medical Care
mit 11,10 % Discount

Discount-Zertifikat
WKN DC4NG6
Basiswert Fresenius Medical Care
Discount 11,10 %
Höchstbetrag/Cap 75,00 EUR
Max. Rendite 13,85 % p.a.
Laufzeit 17.09.2020
Kurs 62,97 EUR

 

Bei der Präsentation der Zahlen für den Jahresauftakt zeigte sich Rice Powell, der Vorstandsvorsitzende von Fresenius Medical Care, zufrieden: „Im ersten Quartal haben wir in allen Regionen ein gesundes organisches Wachstum erzielt“. Der Umsatz wuchs um 4 Prozent und das operative Ergebnis um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zudem wurde im Februar die Übernahme des US-Konkurrenten NxStage abgeschlossen. Auch der Aktienkurs scheint seine Schwächephase vom Jahresende 2018 überwunden zu haben. Für 2019 erwartet der Vorstand ein bereinigtes Umsatzplus zwischen 3 und 7 Prozent. In den ersten fünfeinhalb Monaten 2019 hat das Fresenius-Medical-Care-Papier immerhin fast 25 Prozent zugelegt, scheiterte aber zuletzt mehrfach beim Versuch, die Marke von 75 Euro nachhaltig zu überwinden.

Vonovia    
mit 13,47 % Discount

Discount-Zertifikat
WKN DC1T4T
Basiswert Vonovia
Discount 13,47 %
Höchstbetrag/Cap 45,00 EUR
Max. Rendite 5,89 % p.a.
Laufzeit 18.06.2020
Kurs 42,25 EUR

 

Im ersten Quartal 2019 erzielte der „größte private Vermieter Deutschlands“ mit Mieteinnahmen von 502 Mio. Euro ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf dem Kapitalmarkt scheint das gut anzukommen, denn statt der erhofften 650 Mio. Euro spülte eine Kapitalerhöhung im Mai 744 Mio. Euro in die Kasse der Bochumer. Mit dem Geld will das Unternehmen ins­besondere in Schweden expandieren. Im Dezember 2018 hatte die dortige Vonovia-Tochter Victoria Park mehr als 2300 Wohnungen in Stockholm und Göteborg erworben. Auch der Aktienkurs bietet Grund zur Zufriedenheit: Nicht nur war die Vonovia-Aktie von der Kurserosion am Jahresende 2018 deutlich weniger betroffen als etliche andere Unternehmen, auch das Kursplus von 20 Prozent, das sie seit dem Jahresanfang bis Mitte Mai erzielte, kann überzeugen.

Wirecard
mit 19,11 % Discount

Discount-Zertifikat
WKN DC4PZV
Basiswert Wirecard
Discount 19,11 %
Höchstbetrag/Cap 140,00 EUR
Max. Rendite 21,09 % p.a.
Laufzeit 17.09.2020
Kurs 108,34 EUR

 

Nach einem soliden Ergebnis 2018 und allerlei Turbulenzen konnte der Zahlungsabwickler Wirecard im ersten Quartal das Tempo steigern und einen Umsatzanstieg um 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr vermelden. Prompt erhöhte der Vorstand seine Erwartungen für das Gesamtjahr. Schlagzeilen machten die Münchener jedoch vor allem durch die Partnerschaft mit dem japanischen Telekomriesen SoftBank, der für 900 Mio. Euro als Ankerinvestor mit 5 Prozent bei Wirecard einsteigen will. SoftBank-Chef Masayoshi Son gilt, seitdem er als einer der Ersten Anfang des Jahrtausends das Potenzial von Alibaba erkannte, als legendärer Investor. Besonders interessant für Wirecard an dem Deal ist das zusätzliche Potenzial von bis zu 273 Mio. Euro, dass sich das Unternehmen dadurch in Asien erschließen will – ohnehin bereits die am stärksten wachsende Region.

* Kurse vom 14.05.2019, Quelle: Deutsche Bank AG

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