Sprint-Zertifikate | 29.04.2019

Schnelle Läufer

Sprint-Zertifikate gewinnen immer mehr Liebhaber unter Privatanlegern. Denn mit ihnen lassen sich in einer überschaubaren Laufzeit vor allem in seitwärts oder leicht steigend tendierenden Märkten interessante Renditen erzielen.

Sprinter

Eine ungefähre Vorstellung bezüglich der Anlagedauer und die Einschätzung des künftigen Marktgeschehens sind die beiden wichtigsten Faktoren, die Privatanleger veranlassen, eine bestimmte Zertifikate-Spezies auszuwählen. So mögen Investoren, welche nur wenige Monate investiert sein wollen, besonders Sprint-Zertifikate, während Bonus- und Discount-Zertifikate vor allem Anleger mit einem mittleren Laufzeit-Horizont von 12 bis 24 Monaten ansprechen. Sprint-Zertifikate sind sogenannte Bandbreitenprodukte. Das bedeutet, dass sie eine höhere Partizipation an Kurssteigerungen des Basiswertes in einer gewissen Handelsspanne bieten. Unterhalb dieser Range reagiert das Zertifikat vor allem am Ende der Laufzeit wie der Basiswert. Über dieser Spanne sind Gewinne dagegen nach oben hin durch eine Grenze (Cap) limitiert. Entscheidend ist somit bei dieser Zertifikate-Art die Spanne zwischen dem Schwellenkurs und dem darüber liegenden Grenzwert. Zwischen diesen beiden Kursmarken partizipiert das Zertifikat, allerdings nur bezogen auf das Laufzeitende, im Allgemeinen doppelt an der Bewegung. Oberhalb des Caps kommt es zu keiner weiteren positiven Entwicklung, dafür bewegt sich das Sprint-Zertifikat unterhalb des Schwellenkurses im Einklang mit dem Basiswert.

einfaches Auszahlungsprofil

Das Auszahlungsprofil eines Sprint-Zertifikats ist gut verständlich. Angenommen, ein Sprint-Zertifikat mit dem Dax als Basiswert (WKN DS6AFF, siehe Tabelle Seite 31) besitzt einen Anfangsbetrag und somit einen unteren Schwellenwert von 11 500 Punkten und einen Cap bei 12 500 Punkten. Zum Zeitpunkt der Betrachtung soll davon ausgegangen werden, dass der Dax bei 11 992 Punkten notiert und das Sprint-Zertifikat zu einem Kurs von 124,00 Euro zu haben ist. Wenn sich der Basiswert bis zum Laufzeitende nicht bewegt und auch zu diesem Zeitpunkt bei 11 992 Punkten notiert, bekommt der Anleger auch rund 124,00 Euro für das Zertifikat ausbezahlt. Steigt der deutsche Leitindex zum Laufzeitende hingegen bis auf 12 100 Punkte an, erhält der Anleger eine Zahlung entsprechend dem Ergebnis aus der Differenz aus dem Produkt aus 200 Prozent mal dem endgültigen Referenzstand und dem Anfangsreferenzstand von 11 500 Punkten, multipliziert mit dem Bezugsverhältnis von 0,01. In Zahlen: ((11.500 + ( 12.100 - 11.500 ) x 200% ) x 0,01 = 127,00 Euro. Über 12 500 Punkte hinaus kommt es zu keiner weiteren Partizipation des Anlegers. Wenn der Basiswert jedoch fällt und zum Laufzeitende beispielsweise bei 11 000 Punkten notiert, wird eine Zahlung entsprechend dem Ergebnis aus dem endgültigen Referenzstand, multipliziert mit dem Bezugsverhältnis – in diesem Fall 0,01 –, vorgenommen. Der Anleger erhält dann nur 110,00 Euro für das Zertifikat ausbezahlt und hat somit 14,00 Euro pro Zertifikat verloren.

Doppelte Partizipation möglich

Dieses Auszahlungsprofil gilt allerdings nur zum Laufzeitende, während der Laufzeit gibt es keine volle doppelte Partizipation am Kursanstieg zwischen Schwelle und Cap. Investoren, die Interesse an der attraktiven Anlageklasse haben, können derzeit unter 69 Produkten bezogen auf zehn Basiswerte u.a. dem Dax oder Euro Stoxx 50 auswählen. Weitere Informationen gibt es unter www.xmarkets.de.

DAX Sprint-Zertifikat
WKN DS6AFF
Name DAX Sprint-Zertifikat
Brief 126,39 EUR
Cap 12500,00
Laufzeit 20.09.2019
Bezugsverhältnis 0,010
Stand 20.05.2019 08:24:35 Quelle: Deutsche Bank AG
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