Das Jahr der Rohstoffe? | 21.02.2019

Trendwende geschafft

Nachdem sie lange Zeit gesunken sind, ziehen viele Rohstoffpreise nun wieder an. Ganze vorne mit dabei Gold, Silber, Kupfer, Öl und Gas. Eine weiterhin auf Wachstum orientierte Weltwirtschaft und die Aussicht auf einen schwächeren Dollar sind die Ursachen. Anleger können an möglichen Preissteigerungen mit X-markets-Rohstoff- Investmentprodukten partizipieren.

Kommentar

Macht Gold schlank und glücklich?

Es lohnt sich doch immer mal wieder, Augen und Ohren offen zu halten und zu lesen, was einem so in die Finger fällt.

Michael Blumenroth

Die wichtigste Nachricht vom 2019er Wirtschaftsgipfel in Davos war die, dass die Weltwirtschaft auch in diesem Jahr weiter wachsen wird. Das globale Wachstum wird sich zwar voraussichtlich etwas verlangsamen, aber eine starke Rezession war trotz eines unwägbaren politischen Umfelds für die meisten dort anwesenden Experten nicht in Sicht. Während der Dollar in dieser Situation weiter an Stärke verliert, wurden Edelmetalle und vor allem Gold aufgrund weltweiter Querelen, etwa wegen des Handelsstreits zwischen China und den USA, der US-Sanktionen gegenüber Venezuela oder des Chaos rund um den Brexit, zuletzt stärker nachgefragt. Der Preis für eine Feinunze des edlen Metalls stieg bis auf 1326 Dollar. Das ist der höchste Stand seit 10 Monaten und somit scheinen die Jahreshöchststände der Jahre 2017 mit 1349 Dollar und 2018 mit 1358 Dollar wieder in Sichtweite. Seit dem letzten Sommer hat Gold damit um rund 14 Prozent zugelegt.

Ein guter zeitpunkt

Im Vergleich zu den eher hoch bewerteten Unternehmensaktien könnten die Rohstoffpreise generell derzeit verhältnismäßig günstig sein – vielleicht zu günstig? Betrachtet man beispielsweise einen großen Aktienindex wie den S&P 500 und einen der großen Rohstoffindizes wie den Bloomberg Commodity Index (BCOM), so zeigt sich, dass immer dann, wenn die beiden Anlageklassen auffällig auseinanderlagen, sie sich im Anschluss stark aufeinander zu bewegten (siehe Diagramm). Was dafür spricht, dass 2019 Rohstoffe im Durchschnitt besser als Aktien abschneiden könnten. Denn jeweils nach extremen Tiefständen wie in den Jahren 1970, 1999, 2009 stiegen die Rohstoffkurse in den nachfolgenden Jahren wieder stark an. So könnte es laut Michael Blumenroth, Rohstoffexperte der Deutschen Bank (siehe Kolumne), auch dieses Mal wieder sein: „Aktuell dominieren unter den Analysten diejenigen, die für die Weltkonjunktur 2019 pessimistisch gestimmt sind. Sollte es nun aber positive Überraschungen geben, dann könnten sicherlich auch die Rohstoffpreise eine Renaissance erleben. Aktuell sind die Märkte eher noch nicht auf steigende Kurse eingestellt, und hätten dann eventuell Kauf-Nachholbedarf.“

S&P 500

Mit Zertifikaten Partiziperen

Die bequemste Art für Anleger, am künftigen Verlauf von Edelmetallpreisen teilzunehmen, sind Partizipations-Zertifikate. Mit diesem Anlagevehikel lässt sich günstig, bereits mit kleinen Beträgen, investieren, beträgt doch das Bezugsverhältnis beispielsweise bei Gold nur 0,10. Das Zertifikat mit der WKN 722 373 bewegt sich nahezu eins zu eins am Basiswert und kann jederzeit während den Handelszeiten ge- und verkauft werden. Wer bei Rohstoffen etwas risikoreicher – ergo mit Hebel – investieren möchte, der könnte bei Faktor-Zertifikaten fündig werden. Mit diesen lässt sich mit zwei-, vier- oder gar sechsfachem Hebel sowohl in die bedeutenden Metalle als auch in Öl und Gas investieren. Und das, im Gegensatz zum Partizipations-Zertifikat, nicht nur auf steigende Kurse, sondern auch auf fallende. Anleger sollten sich aber mit dieser Produkt-klasse unbedingt auseinandersetzen, bevor sie diese handeln. Denn auch die Verluste können deutlich stärker ausfallen als bei den konservativeren Index-oder Partizipations-Zertifikaten. Weitere Informa­tionen zu dieser spannenden Anlageklasse gibt es unter www.db-faktorzertifikate.de.

Zertifikate auf Gold, Silber, Platin und Öl

WKN Name Brief Laufzeit Quanto Bezugsverhältnis
DB3XAG Silber Open End Partizipations Zertifikat 15,04 EUR Open End 1,000
722373 Gold Open End Partizipations Zertifikat 132,14 EUR Open End 0,100
DB3CTQ Brent Crude Oil Future (ICE) Open End Partizipations Zertifikat (rollierend) 33,72 EUR Open End 0,998
104207 Platin X-pert Zertifikat 8,16 EUR Open End 0,010
Stand 08.12.2019 09:45:17 Quelle: Deutsche Bank AG

Breit gestreut per INdex-Zertifikat

Anleger, die dagegen lieber breit diversifiziert in Öl- und Gasunternehmen statt direkt in einen einzelnen Rohstoff selbst investieren möchten, sollten einen Blick auf das Euro Stoxx Oil & Gas Zertifikat werfen (siehe oben). Der dahinterstehende Index Euro Stoxx Oil & Gas bildet die Wertentwicklung der neun größten europäischen Unternehmen des Erdöl- und Erdgassektors ab. Das Zertifikat zeichnet die Entwicklung des Index eins zu eins nach und hat keine Laufzeitbegrenzung. Im Index enthalten sind derzeit der italienische Mineralöl- und Gaskonzern Eni, das größte portugiesische Unternehmen, Galp Energia, das finnische Mineralöl- und Biokraftstoffunternehmen Neste, der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV, der spanische Erdölkonzern Repsol, der italienische Produkthersteller und Dienstleister im Bereich Erdölgewinnung Saipem, der niederlän­dische Erdölindustrie-Zulieferer SBM, die deutsch-spanische Siemens Gamesa und das französische Mineralölunternehmen Total (siehe hier). Weitere Infos zu dem Indexprodukt sowie alle wichtigen Dokumente zum Download gibt es wie gewohnt unter www.xmarkets.de.

Auf einen Blick
WKN 709345
Name EURO STOXX Oil & Gas X-pert Zertifikat
Brief 32,35 EUR
Laufzeit Open End
Quanto
Stand 08.12.2019 09:45:17 Quelle: Deutsche Bank AG
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