Finanzwetterkarte

Auf der Lauer

Im Oktober hielt das Brexit-Drama die europäischen Börsen weiter in Atem. Da der Ausgang des Austrittsabkommens zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich lange Zeit unklar blieb, ließen sich auch viele Anleger zunächst nicht aus der Reserve locken, sondern verharrten in Lauerposition.

Indexdaten Weltweit

Markt im Fokus: Japan

Auch am japanischen Leitindex Nikkei war im Oktober die globale Verunsicherung durch den Handelsstreit zwischen den USA und China gut zu sehen. Mal kam die Börse in Tokio nicht vom Fleck, mal sackte sie ab, mal konnte sie Zuwächse als Reaktion auf ein mög­liches Handelsabkommen verbuchen. Deutlich einfacher gestalteten sich dagegen die ­eigenen Handelsbeziehungen zu den Vereinigten Staaten. Aufgrund des Abkommens können die USA dank nied­rigerer oder abgeschaffter Zölle künftig mehr landwirtschaftliche Produkte in die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt expor­tieren. Eine Übereinkunft, die beispielsweise den Automobilsektor regelte, konnte bisher nicht erzielt werden. Doch auch hier drängt die Zeit, denn den Japanern wurden vonseiten der amerikanischen Re­gierung bereits hohe Strafzölle auf Auto­importe angedroht. Mehr zu diesem Thema von Dr. Ulrich Stephan.

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