Finanzwetterkarte

Aufgeheizte Stimmung

Lange notierten die Börsen ungeachtet von weltpolitischen Krisen und wirtschaftlichen Unsicherheiten – mit Ausnahme einiger Rücksetzer – in Sichtweite von Höchstkursen. Dies lag vor allem an der Zinsentwicklung. Doch nun ist die Nervosität an den Börsen hoch, denn es treten zunehmend globalwirtschaftliche Ermüdungserscheinungen auf.

Indexdaten Weltweit

Markt im Fokus: USA

Vor dem 70. Jahrestag der Volksrepublik zeigte sich China nach außen nervös und unduldsam. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass Chinas Industrieproduktion, der Einzelhandel und die Anlageinvestitionen unerwartet stark schwächeln und offensichtlich von den seit mehr als einem Jahr anhaltenden Handelsdifferenzen mit den USA gebremst werden. So soll das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft im zweiten Quartal auf 6,2 Prozent gefallen sein. Dennoch konnten die wichtigen Indizes HSCE und Hang Seng im Verlauf dieses Jahres jeweils um etwa 3,5 Prozent zulegen. In jedem Fall wird es bei der Bilanz von sieben Jahrzehnten Aufbau des sozialistischen Chinas an Patriotismus und Pathos nicht mangeln. Schließlich kommt der Rote Riese aus einer Zeit des Elends, Hungers und der Kriegszerstörung und ist im Laufe der Zeit zur zweitstärksten Volkswirtschaft der Welt emporgestiegen.

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